Konfirmation 2027
Infobrief 1 zur Konfirmation 2026/27
Liebe Jugendliche, liebe Eltern!
Mit unserem Brief wenden wir uns an Euch und an Sie, um auf den zukünftigen Konfirmand*
innenunterricht unserer Gemeinde aufmerksam zu machen und dafür zu werben. Jede und jeder ist bei uns herzlich willkommen! Wer sich noch unsicher ist, gerne auch erst einmal zum „Reinschnuppern“!
Wir schreiben alle evangelischen Jugendlichen bzw. alle nicht getauften Jugendlichen an, deren Erziehungsberechtigte (z.T.) evangelisch sind, die bis zum 31.08.2026 dreizehn Jahre alt werden, und die im Bereich der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld wohnen.
Ihr Jugendliche seid mit großen Schritten auf dem Weg, erwachsen zu werden. Ihr seid keine Kinder mehr. Ihr seid Mitglied der Evangelischen Kirche und unserer Kirchengemeinde, weil eure Eltern sich entschieden haben, euch als Kinder zu taufen. Und wenn ihr nicht getauft seid, wollen wir Euch genauso mit diesem Brief ansprechen und einladen. Es geht jetzt um eure eigene Entscheidung.
Gibt es Gott denn überhaupt? Und wenn, was ist ihm wichtig und wofür steht er? Und was bedeutet das für die, die nach ihm fragen und ihm vertrauen wollen? Wenn ihr euch diese Fragen stellt, dann seid ihr bei uns richtig.
Der Konfirmand*innenunterricht ist kein normaler Unterricht und ganz sicher nicht wie Schule. Wir verstehen ihn als Entdeckungsreise. Wir gehen dem nach, was über Gott und Jesus erzählt wird und wollen dem auf die Spur kommen, was das bedeutet – für uns ganz persönlich, aber auch für unser Leben in dieser Welt. Das Erleben von Gemeinschaft spielt dabei für uns eine sehr wichtige Rolle. In einer kurzen, aber intensiven Zeit direkt nach den Sommerferien bis Pfingsten nächstes Jahr seid ihr zwei Stunden am Dienstagnachmittag (in der Schulzeit), an zwei Samstagen und an zwei Wochenenden miteinander beschäftigt.
Eure „Lehrer*innen“ sind dabei vor allem jugendliche Mitarbeiter*innen, die mit mir zusammen den Unterricht vorbereiten.
Wir raten Euch, probiert es einfach aus. Nach unserer Erfahrung sind die meisten Jugendlichen nach dieser Zeit traurig, dass sie jetzt vorbei ist. Und es ist immer möglich, während dieser Zeit auszusteigen, wenn Ihr merkt, dass das Ganze nicht Eurer Ding ist.
Die Konfirmation ist der Abschluss. Sie ist ein großer, feierlicher Gottesdienst und eine sehr wichtige Feier in eurer Familie. Sie ist die Bestätigung, dass Ihr auch als (nahezu) Erwachsene weiter auf dem Weg seid, nach Gott zu fragen und ihm vertrauen zu wollen.
Ich hoffe, ich habe Euch neugierig gemacht.
Eine frühzeitige Anmeldung mit dem beiliegenden Anmeldebogen ist möglich.
Spätestens geschieht die Anmeldung in der ersten Unterrichtsstunde zum Kennenlernen am Dienstag, den 11. August 2026, von 17.00 – 19.00 Uhr, im Evangelischen Gemeinde–zentrum. Gleichzeitig ist dies der Informationsnachmittag für die Eltern.
An diesem Tag unterschreiben die Eltern, die Konfirmand*innen und die Gemeindeleitung eine „Verbindliche Verpflichtung“: Die Gemeindeleitung bestätigt, dass die Liste der Termine für den Unterricht vollständig ist bzw. Änderungen frühzeitig bekannt gegeben werden, so dass eine langfristige Planung möglich ist. Die Konfirmand*innen und die Eltern verpflichten sich, alle Termine des Unterrichts (einschließlich Seminartagen und -wochenenden), den ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Reichspogromgedenkens, den Vorstellungs-gottesdienst und den Gottesdienstbesuch einmal im Monat wahrzunehmen.
Alle wichtigen Informationen und aktuell bekannten Termine findet ihr und finden Sie auch auf dem beiliegenden Blatt.
Wir, die Evangelische Kirchengemeinde Maifeld, freuen uns auf alle unsere neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden!
Und: macht dieses Angebot gerne im Freundeskreis bekannt, wir haben nicht unbedingt alle Adressen und Kontakte.
Mit lieben Grüßen im Namen des Teams!
Susanne Albrecht, Pfrin.
P.S. Weitere Infos und Rücksprache immer gerne im Gemeindebüro bei Frau Kathrin Seul, Gemeindesekretärin (02654/96417-0; kathrin.seul@ekir.de) oder Frau Susanne Albrecht, Pfarrerin (susanne.albrecht@ekir.de).
Traumjob Küster*in – trotz Sonntagsarbeit?
Traumjob Küster*in – trotz Sonntagsarbeit?

Die evangelische Kirchenngemeinde im Maifeld sucht eine Küster*in zum nächstmöglichen Zeitpunkt, um Ihnen vorab schon einen Einblick zu geben hat Annegret Klasen einen Bericht über ihre Tätigkeit als Küsterin in unserer Gemeinde geschrieben. Sie können sich gerne im Zuge des Sonntagsgottesdienstes an die Pfarrerin oder einen anwesenden Presbyter wenden. Natürlich freuen wir uns auch über Bewerbungen per E-Mail an maifeld@ekir.de.
Über 12 Jahre war ich als Küsterin in unserer Kirchengemeinde tätig. Das war eine erfüllende Aufgabe. An diese Zeit habe ich viele schöne Erinnerungen. Ich bin vielen Menschen begegnet. Immer wieder kam es zu intensiven Gesprächen. Es ist ein Unterschied, ob ich hin und wieder bestimmte Gemeindeglieder im Gottesdienst treffe oder ob ich fast jeden Sonntag an der Tür stehe, die Menschen begrüße und ihnen die Gesangbücher gebe. Manchmal ist die Küsterin der niedrigschwelligere Anlaufpunkt für ein Anliegen, mit dem jemand sich nicht gleich an den/die Pfarrerin wenden möchte. Darum ist Verschwiegenheit ganz wichtig.
Der Kirchraum in unserem Gemeindezentrum war für mich der zentrale Ort. Für den Gottes-dienst habe ich den Altar hergerichtet, das zum Kirchenjahr passende Antependium aufgehängt, Blumen hingestellt, das Abendmahlsgeschirr vorbereitet. Während ich am Samstagnachmittag ganz allein im Kirchraum war, alles für den Gottesdienst am nächsten Morgen vorbereitete und das Licht durch die bunten Glasfenster fiel, habe ich eine ganz besondere Atmosphäre gespürt.
Zum Küsterinnendienst gehört der„Haushüterdienst“ (Küster, lateinisch custos = Wächter, Hüter), d.h. darauf zu achten, dass in den kirchlichen Räumen Ordnung herrscht. Für die Putzarbeiten haben wir zwei Reinigungskräfte angestellt. Weiter ist gelegentlich einzukaufen und – ganz wichtig – das Kirchcafe nach jedem Gottesdienst vorzubereiten. Viele Gottesdienstbesucherinnen sitzen noch eine Zeitlang zusammen und kommen miteinander ins Gespräch. Für viele Gemeinde-glieder ist das ein fester Bestand-teil ihres sonntäglichen Kirchenbesuchs.
Und dann ist da noch das „Muskelaufbautraining“. Da unser Gemeindezentrum keine Kirchenbänke, sondern Stühle hat, müssen diese vor dem Gottesdienst gerade gerückt werden.
In der Küsterordnung der Ev. Kirche im Rheinland heißt es: „Der Küster übt ein kirchliches Amt aus. Er dient und hilft der Verkündigung, insbesondere im Gottesdienst, bei Amtshandlungen und anderen Veranstaltungen der Kirchengemeinde.“ Deshalb ist es auch vorgeschrieben, dass ich als Küsterin evangelisch sein muss. Der Dienst an Sonn- und evangelischen kirchlichen Feiertagen ist die wohl wichtigste Unterscheidung zu den meisten anderen Berufen. Aber am Sonntagmittag ist der Dienst beendet und ich habe frei. Karfreitag, Ostersonntag, Christi Himmelfahrt, Heiligabend und der 2. Weihnachtsfeiertag sind in unserer Gemeinde Arbeitstage für Küsterinnen. Freie Feiertage sind: Ostermontag, Pfingstmontag und der 1. Weihnachtsfeiertag, es finden keine Gottesdienste statt, sowie Pfingstsonntag, wir feiern wir den Konfirmationsgottesdienst in der Stiftskirche Münstermaifeld. Reformationstag, Buß- und Bettag und Silvester sind Werktage mit Abendgottesdiensten.
Neben 6 Wochen Urlaub im Jahr gibt es pro Quartal ein freies Wochenende. In unserer Kirchengemeinde gibt es viele engagierte Ehrenamtliche, die auch für eine Küsterinnenvertretung ansprechbar sind. Wenn also einmal ein wichtiger privater Termin anliegt, sprechen Sie uns an, wir bemühen uns gern um eine Lösung. Um eine Entlastung von der Sonn- und Feiertagsarbeit zu ermöglichen, können wir uns auch vorstellen, die Küsterinnenarbeit auf 2 Personen zu verteilen. Das erfordert natürlich eine verlässliche Absprache zwischen beiden.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Pfarrerin Susanne Albrecht, Tel. 02654-9641712 oder bei Frau Annegret Klasen,
Tel. 02654-1098.
Wenn Sie Lust bekommen haben, Teil unserer Dienstgemeinschaft zu werden und unsere Gemeinde mitzugestalten, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Annegret Klasen
und Susanne Albrecht
Gemeindeseite 43 – 2025 – Unsere Bibel

Unsere Bibel – Ein Wochenende der Konfirmand*innen in der Geringer Mühle
Ein ganzes Wochenende lang stand für unsere 15 Konfirmandinnen und bis zu 14 Mitarbeiterinnen die Bibel im Mittelpunkt. Sie ist Grundlage und Quelle unseres christlichen Glaubens – und fester Bestandteil des Konfirmand*innenunterrichts.
In den biblischen Schriften wird das Geschehen zwischen Gott und den Menschen bezeugt. In diesem Sinn ist sie „Wort Gottes“ – und es gilt, sie immer wieder neu zu entdecken. Die Worte der Bibel können uns Orientierung bieten, Kraft schenken, Trost spenden, Mut machen und Hoffnung geben.
Wir können darin erfahren, dass Gott uns begegnet und zu uns spricht.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, dieses besondere Buch besser kennenzulernen – und zu entdecken, was es mit unserem eigenen Leben zu tun hat.
Zu Beginn gab es einen Überblick:
Wie alt ist die Bibel eigentlich? Wie ist sie aufgebaut? Welche Bücher gehören zum Alten und Neuen Testament?
Mit kleinen Übungen, Spielen und anschaulichen Beispielen wurde deutlich: Die Bibel ist kein Buch wie jedes andere, sondern eine Sammlung von Geschichten, Liedern, Briefen und Schriften – entstanden über viele Jahrhunderte hinweg.
Besonders kreativ wurde es, als die Jugendlichen eigene Bibelregister anlegten, um sich besser zurechtzufinden, und ihre Bibeleinbände persönlich gestalteten – farbenfroh, individuell, lebendig. So wurde die Bibel zu einem ganz persönlichen Begleiter.
Ein Höhepunkt war die Gestaltung einer Schriftrolle, die ein Stück biblische Kultur lebendig machte und zeigte, wie Texte damals aufbewahrt und weitergegeben wurden.
In einer stillen Andacht zu Psalm 139 wurde es sehr persönlich: Der Text machte bewusst, dass jeder Mensch in den Augen Gottes einzigartig und wertvoll ist. Gott kennt uns, begleitet uns liebevoll und behütet unser Leben – eine Botschaft, die viele Jugendliche tief berührte.
Natürlich kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz: gemeinsame Mahlzeiten, Spiele und viel Zeit zum Miteinander sorgten für eine fröhliche, vertrauensvolle Atmosphäre.
Das Seminarwochenende hat gezeigt: Die Bibel ist keine verstaubte Schrift, sondern eine lebendige Quelle.
Sie erzählt von Gott und von Menschen – und davon, wie beides untrennbar miteinander verbunden ist.
Genau das konnten unsere Konfirmand*innen erleben und für sich entdecken.
Susanne Albrecht

Unser neuer Küster stellt sich vor
Liebe Gemeinde,
mein Name ist Marcel Wünsche, ich bin 42 Jahre alt und wohne in Welling.
Im Anschluss an einen der Gottesdienste erfuhr ich, dass die Stelle des Küsters neu zu besetzen sei – und für mich kam diese Nachricht genau zum richtigen Zeitpunkt in meinem Leben.
Ich freue mich sehr, dass ich aktuell mehr Zeit habe, mich in den Dienst unserer Gemeinschaft zu stellen. Die Stelle des Küsters habe ich bereits am 1. Oktober 2025 angetreten.
An dieser Stelle möchte ich meiner Vorgängerin Erika Weber herzlich danken, die mich liebevoll in die vielfältigen Aufgaben eingeführt hat.
Besonders freue ich mich darauf, mit Ihnen und euch ins Gespräch zu kommen. Dafür stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung – meine Kontaktdaten werden in Kürze bekannt gegeben.
Ich hoffe, meine organisatorischen und handwerklichen Fähigkeiten gut einbringen zu können.
In meiner Freizeit engagiere ich mich in der Freiwilligen Feuerwehr Welling. Zu meinen Hobbys gehören Sport und Wandern, und das Angeln mit Johann darf natürlich auch nicht fehlen.
Mein Konfirmationsspruch (Anno 1996) lautet:
„Unser Herr Jesus Christus aber tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.“
(2. Thessalonicher 2,16–17)
Ich hoffe, dieser Spruch wird mich in meiner neuen Tätigkeit führen und begleiten.
Marcel Wünsche
Gemeindeseite KW 41 – 2025 – Mama-Auszeit – Zeit für mich
Mama-Auszeit – Zeit für mich
Alltag zwischen Liebe und Erschöpfung
Mutter zu sein bedeutet unendlich viel Liebe, Verantwortung und Fürsorge. Gleichzeitig bringt das „Mama-Sein“ eine Vielzahl an Herausforderungen mit sich: schlaflose Nächte, kaum Pausen, permanente Erreichbarkeit und das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen. Oft geraten dabei die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund.
Genau hier setzt die Mama-Auszeit an – ein Angebot für Mütter mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren, die sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen möchten.
Raum für Erholung und Begegnung
Die Abende möchten einen geschützten Raum bieten – für Erholung, Kreativität und Begegnung. Während eine vertraute Bezugsperson das Kind zu Hause betreut, dürfen die Mütter in den Austausch mit Gleichgesinnten treten und Kraft schöpfen.
In kreativen Einheiten sowie durch entspannende Impulse entstehen kleine Inseln der Ruhe im oft turbulenten Alltag. Wer die eigenen Wünsche und Bedürfnisse wieder in den Blick nimmt, findet Zugang zu neuer Energie und innerer Stärke.
Elternschaft als gesellschaftliche Aufgabe
Die Mama-Auszeit ist mehr als ein Wohlfühlabend – sie macht sichtbar, dass Elternschaft nicht nur privat, sondern auch gesellschaftlich bedeutsam ist.
Care-Arbeit wird überwiegend von Frauen getragen und bleibt dennoch häufig unsichtbar. Auch Fragen der Vereinbarkeit – etwa Betreuungsangebote, Arbeitszeiten oder gesellschaftliche Erwartungen – prägen, wie Eltern ihr Leben gestalten können.
Der Druck, „alles gleichzeitig“ leisten zu müssen, ist dabei ein Thema, das viele kennen. Elternsein fordert auf verschiedenen Ebenen heraus.
Deshalb braucht es Orte, die mentale Gesundheit, Entlastung und Austausch in den Mittelpunkt stellen und zeigen: Gute Rahmenbedingungen für Familien sind keine Privatsache, sondern ein gesellschaftlicher Auftrag.
Gemeinsam gestalten und wachsen
Die Treffen werden von Isabel Schönig (Fachstelle Frühe Hilfen) und Julia Mick gestaltet.
Neben kreativen Impulsen ist Raum für Themen, die die Teilnehmerinnen selbst einbringen möchten. So entsteht ein lebendiger Ort, an dem persönliche Stärkung, gegenseitige Unterstützung und gesellschaftliche Fragen ineinandergreifen.
Denn wer gut für sich sorgt, kann auch für andere da sein – und gleichzeitig sichtbar machen: Elternschaft und Care-Arbeit sind Aufgaben, die wir als Gesellschaft gemeinsam tragen müssen.
Unser nächstes Treffen:
📅 4. November 2025: „Auf der Suche nach dem Glück“
📅 9. Dezember 2025: „Buch binden“
📍 jeweils im Evangelischen Gemeindezentrum Polch, 19:30–21:30 Uhr
📞 Anmeldung: Isabel Schönig, 0170 5854017
📧 schoenig-i@fruehehilfen-myk.de



Gemeindeseite KW40 – 2025

Jesus Christus spricht:
„Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lukas 17,21)
Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2025
Die Pharisäer fragen Jesus danach, wann, wo und wie denn das Reich Gottes kommen wird.
Jesus antwortet ihnen: „Es ist schon da, es ist mitten unter euch.“
Anscheinend haben die Pharisäer keinen Blick dafür – oder die Merkmale für die Existenz des Reiches Gottes sind in diesem Moment weder sichtbar noch spürbar.
Jesus bleibt versöhnlich. Er erklärt, dass das Reich Gottes ohne äußere Kennzeichen kommt: „Man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da!“ – aber es ist da, schon jetzt.
Diese Frage der Pharisäer liegt auch mir derzeit auf der Zunge:
Wo, in all den Kriegen, in all dem Hunger dieser Welt, in all den Gewalttaten auf den Straßen und in den Häusern, wird erkennbar, spürbar und erlebbar, dass es das Gute, dass es Gott, sein Reich und seine Herrschaft schon jetzt gibt?
Natürlich weiß ich, dass wir auf dem Weg in dieses Reich sind.
Umso mehr leide ich unter all den Irrwegen und Untaten, die uns davon abbringen – von diesem Weg in eine Zukunft ohne Angst, ohne Leid, ohne Gewalt, ohne Hass und ohne Fremdenfeindlichkeit.
Ich frage mich, wie ich Auswege aus diesem Irrsinn der Irrwege finde.
Und was sagt Jesus dazu?
Das Reich Gottes gibt es schon – mitten unter uns, auch im Jahr 2025.
Vielleicht wird unser Blick auf das Gute durch all das Negative versperrt, das wir täglich hören, lesen und erleben.
Vielleicht aber müssen wir einfach unseren Blick und unsere Sinne schärfen für all den Mut und die Hoffnung, die viele Menschen befähigen, sich gegen Unrecht und Leid zu stellen.
Mutlosigkeit verträgt sich nicht mit dem Christentum.
Wenn Jesus sagt, dass das Reich Gottes schon mitten unter uns existiert und wirkt, dann soll uns das ermutigen, uns dafür einzusetzen, dass dieses Reich auch erlebbar wird – und alles zum Guten kehrt und Hoffnung schenkt.
Dafür brauchen wir Weggenossinnen und Weggenossen – Menschen, die mit uns für die Verwirklichung einer besseren, gottgewollten Welt eintreten. Menschen, die mit den Augen der Nächstenliebe durchs Leben gehen. Menschen, die auf Grundlage der Bibel nach Gottes Willen fragen.
„Will Gott das, was wir sehen, erleben und erkennen?“
Wenn die Antwort der Bibel Ja lautet, sollten wir es unterstützen.
Wenn die Antwort Nein lautet, müssen wir uns dagegen wehren.
Gottes Reich ist tatsächlich mitten unter uns.
Aber es liegt an uns, es für alle Lebewesen in Gottes Schöpfung erfahrbar und lebendig zu machen.
Bernhard Wibben

Gemeindeseite KW 39 2025 – „Satt werden“

„Satt werden“ – Gedanken zum Erntedankfest
„Gott, der Quellen entsendet in die Täler, sie tränken alle Tiere.
Gott, der die Berge tränkt, von der Frucht deiner Werke wird die Erde gesättigt.
Gott, der Gras hervorsprossen lässt für das Vieh und Pflanzen zum Dienst des Menschen,
sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu ihrer Zeit.
Sie werden gesättigt mit Gutem.“
(Psalm 104,10–15.28 in Auszügen)
Haben wir Hunger?
Natürlich – manchmal. Und wir wissen, dass unser Bedürfnis in der Regel schnell gestillt werden kann. Doch ebenso wissen wir, dass viele Menschen, vor allem Kinder, hungern. Sie wissen nicht, wie sie satt werden können.
Aber der körperliche Hunger ist nur eine Seite. Selbst wenn er gestillt ist, merken viele, dass ihnen trotzdem etwas fehlt.
Wir hungern nach lebendigen Beziehungen
Geben und Nehmen, Bitten und Danken, Fragen, Klagen und Loben – all das sind zusammengehörende Teile einer lebendigen Beziehung. Und genau dort scheint es heute an vielem zu mangeln.
Wir verstehen uns oft nur noch als Einzelne, die sich das nehmen, was sie brauchen. Dabei vergessen wir: Wer menschlich leben will, ist auf Beziehungen angewiesen. Wir brauchen Achtsamkeit, Zuwendung und das Miteinander mit anderen, um ganz Mensch zu sein.
Wir hungern nach Gerechtigkeit
Kinder haben noch einen unverstellten Blick für Gerechtigkeit. Es widerspricht ihrem Bedürfnis nach Geborgenheit und Nähe, wenn sie erleben, dass Menschen unfair oder lieblos behandelt oder ausgeschlossen werden.
Ungeklärte Spannungen sind für sie schwer auszuhalten. Von ihrem Gespür für Ungerechtigkeit und ihrer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit können wir alle lernen.
Gott macht satt
In Psalm 104 staunt der Beter darüber, dass Gott alles und alle im Blick hat – und dass Gott alle satt macht.
Ein faszinierender Gedanke, der tief in unserer jüdisch-christlichen Tradition verwurzelt ist: Die Schöpfung ist so geordnet, dass alles Lebendige satt wird – Mensch, Tier, Pflanzen, Berge.
„Gesättigt mit Gutem“ meint nicht nur Nahrung, sondern alles, was Lebendigkeit gelingen lässt.
Unsere Aufgabe: Hinsehen, satt werden und sättigen
Wenn wir dem Psalm folgen, wird deutlich: Hunger widerspricht dem Willen Gottes.
Damit ist auch unsere Verantwortung angesprochen: Die ungerechte Verteilung von Gütern, die Missachtung der Schöpfung, die Lieblosigkeit unter Menschen – all das ist nicht Gott gewollt.
Wir müssen hinschauen, wenn Natur und Mensch leiden. Wir sollen klagen, anklagen und handeln.
Wenn wir Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass alle satt werden – die anderen und wir selbst – dann handeln wir im Auftrag Gottes.
So wollen wir das Erntedankfest feiern
Als Erinnerung und Auftrag.
Vorbereitet von den Kindern und dem Team unserer Kinderbibelzeit (KiBiZ) feiern wir am Sonntag, den 5. Oktober 2025, um 10 Uhr das Erntedankfest im Evangelischen Gemeindezentrum Polch.
Herzliche Einladung an alle!
Ingo Schrooten & Susanne Albrecht

Gemeindeseite 38 – 2025
Two Generations of Jazz – Heiner Wiberny & Marius Peters
Fast drei Jahrzehnte lang war Heiner Wiberny eine feste Größe der WDR-Bigband Köln – als erfahrener, kompetenter und international renommierter Lead-Altist. Die Zusammenarbeit mit namhaften Gastdirigenten, Komponisten und Solisten, sechs Grammy-Nominierungen in den USA und zwei gewonnene Grammys (2007, 2008) sprechen für sich.
Marius Peters verbindet klassische Gitarrentechnik mit der Offenheit der Improvisation. Seine Vielseitigkeit, wie man sie sonst nur von Solo-Pianisten kennt, wurde 2015 mit drei internationalen Jazzpreisen ausgezeichnet.
Das Publikum erwartet der Klang verschiedener Instrumente, virtuos und fein nuanciert gespielt – immer mit dem Gespür für den optimalen Ton und die jeweilige Stimmung des Stücks. Beide Musiker präsentieren zudem Eigenkompositionen.

Waschtis NEIN
Königin Waschti verweigert sich ihrem Ehemann, dem persischen König Ahaschweros
Mirjam-Gottesdienst am 21. September 2025
Wer war Königin Waschti?
Mit ihrer Geschichte beginnt das alttestamentliche Buch Ester – die Erzählung von der Jüdin Ester, die Königin wird und ihr Volk vor der Vernichtung bewahrt.
König Ahaschweros feiert über viele Monate ein großes Fest. Danach veranstaltet er sieben Tage lang ein Festmahl mit viel Wein für das ganze Volk in seiner Burg. Am Ende befiehlt er, vom Wein fröhlich, seinen Hofbeamten, Königin Waschti mit der königlichen Krone vor ihn treten zu lassen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit vorzuführen.
Ob sie dabei nackt erscheinen sollte, bleibt offen – der Text lässt das offen. Waschti weigert sich. Der König wird zornig, und seine Berater befürchten, dass alle Frauen im Land künftig ihren Männern nicht mehr gehorchen würden, wenn die Weigerung der Königin bekannt wird. Es ergeht deshalb der Befehl, dass Waschti nie wieder vor den König kommen darf.
Was aus ihr geworden ist, wird nicht erzählt.
Der König sieht Waschti als sein Eigentum – über sie kann er beliebig verfügen. Ein Nein ist nicht vorgesehen, geschweige denn Gleichberechtigung.
Im Mirjam-Gottesdienst wollen wir darüber nachdenken, inwiefern Frauen auch heute noch von gleichberechtigter Teilhabe entfernt sind und unter mangelnder Wertschätzung leiden.
Am Mirjamsonntag – „Kirchen in Solidarität mit den Frauen“ ist die Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern in Kirche und Gesellschaft das Thema des Gottesdienstes. Dabei kommen Frauengestalten in der Bibel, weibliche Gottesbilder und die Lebenswirklichkeit von Frauen in allen Zeiten und Kulturen besonders in den Blick. Kreativ und phantasievoll lässt sich diese Thematik mit dem Namen einer biblischen Frauengestalt verbinden – der Prophetin Mirjam, die in der jüdischen und christlichen Frauenbewegung eine bedeutende Rolle spielt.
Annegret Klasen

Gemeindeseite 37 – 2025
Fünf Tage Gemeinschaft, Kreativität und Glauben
Das Bauwagen-WG-Camp der Jugendmitarbeiter*innen
Fünf Tage voller Gemeinschaft, Kreativität und Glauben – das war das „Bauwagen-WG-Camp“ der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld. Vom 11. bis 15. August 2025 wurde der Gemeindegarten zum Zuhause auf Zeit für unsere jugendlichen Mitarbeitenden. Das Camp war Schulung, Freizeit und Gemeinschaftserlebnis in einem – und vor allem ein Ort, an dem Leben geteilt wurde, ganz im Stil einer Wohngemeinschaft.
Die Tage begannen mit einem gemeinsamen Frühstück und einem Morgenimpuls, der erste Gedanken in Bewegung brachte. Danach folgten thematische Einheiten, die weit über bloße Theorie hinausgingen: Zwei Gruppen entwickelten jeweils ein Escape-Room-Spiel, das eine biblische Geschichte kreativ umsetzte und erlebbar machte – mit Rätseln, Kulissen und viel Liebe zum Detail. Am Ende der Woche wurden die Spiele gegenseitig gespielt – mit Spannung, Rätselspaß und überraschenden Erkenntnissen.
Nachmittags wurde gebatikt – jedes Camp-Shirt ein kleines Kunstwerk. Außerdem standen eine Wanderung, Mini-Golf und eine Lagerolympiade auf dem Programm, bei der um Ruhm und Ehre gekämpft wurde.
Die Abende gehörten dem Miteinander: Spiele, Filmabend, eine spontane Party, bei der getanzt und gelacht wurde – und natürlich das Lagerfeuer. Dort, wo die Flammen knisterten und das Licht warm auf die Gesichter fiel, entstanden die tiefsten Gespräche. Manchmal wurde gesungen, manchmal geschwiegen – und manchmal einfach nur gelacht.
Der Bauwagen war dabei mehr als nur Kulisse – er wurde zum Symbol für das, was uns verbindet: Einfachheit, Nähe, Gemeinschaft. Ein Ort, an dem man sich begegnet, so wie man ist.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dieses Camp möglich gemacht haben. Ihr habt gezeigt, dass Kirche lebendig ist – dort, wo Menschen sich einlassen, gestalten und gemeinsam unterwegs sind.
Willi Schlichter




Gemeindeseite KW36 – 2025

Stadt-Land-Spielt!
… bei „Polch am Brett“ (PaB)
Samstag, 20. September 2025 – 14:00 bis 20:00 Uhr
Unser Spieletreff „PaB“ lädt am Samstag, den 20. September 2025, von 14:00 bis 20:00 Uhr in das Evangelische Gemeindezentrum Polch zur deutschlandweiten Veranstaltungsreihe „Stadt-Land-Spielt!“ für die ganze Familie ein.
Wer neue Spiele ausprobieren, einfach mit Freunden spielen oder nette Gespräche führen möchte, hat bei Stadt-Land-Spielt! die perfekte Gelegenheit dazu. Wie immer können auch gerne eigene Spiele mitgebracht und gespielt werden. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Neben einer Brettspiel-Rallye und verschiedenen Outdoor-Spielen bieten wir in diesem Jahr auch einen offenen Brettspiel-Flohmarkt an. Hier heißt es: stöbern, tauschen und kaufen – vielleicht findet sich ja das ein oder andere Schnäppchen!
Wer selbst Brettspiele für den Flohmarkt anbieten möchte, kann sich gerne bis zum 14. September 2025 per E-Mail an uns wenden:
📧 polch_am_brett@web.de




Herzliche Einladung zur GEMEINDEVERSAMMLUNG am 21. September 2025 nach dem Gottesdienst
Tagesordnung:
- 1 Jahr mit Susanne Albrecht, Pfarrerin im Probedienst
- Bauwagen – Neue Wege – Unser Erprobungsraum
- Anschaffung eines neuen Gemeindebusses
- Sonstiges





