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Küsterin
Traumjob Küster*in – trotz Sonntagsarbeit?
Traumjob Küster*in – trotz Sonntagsarbeit?

Die evangelische Kirchenngemeinde im Maifeld sucht eine Küster*in zum nächstmöglichen Zeitpunkt, um Ihnen vorab schon einen Einblick zu geben hat Annegret Klasen einen Bericht über ihre Tätigkeit als Küsterin in unserer Gemeinde geschrieben. Sie können sich gerne im Zuge des Sonntagsgottesdienstes an die Pfarrerin oder einen anwesenden Presbyter wenden. Natürlich freuen wir uns auch über Bewerbungen per E-Mail an maifeld@ekir.de.
Über 12 Jahre war ich als Küsterin in unserer Kirchengemeinde tätig. Das war eine erfüllende Aufgabe. An diese Zeit habe ich viele schöne Erinnerungen. Ich bin vielen Menschen begegnet. Immer wieder kam es zu intensiven Gesprächen. Es ist ein Unterschied, ob ich hin und wieder bestimmte Gemeindeglieder im Gottesdienst treffe oder ob ich fast jeden Sonntag an der Tür stehe, die Menschen begrüße und ihnen die Gesangbücher gebe. Manchmal ist die Küsterin der niedrigschwelligere Anlaufpunkt für ein Anliegen, mit dem jemand sich nicht gleich an den/die Pfarrerin wenden möchte. Darum ist Verschwiegenheit ganz wichtig.
Der Kirchraum in unserem Gemeindezentrum war für mich der zentrale Ort. Für den Gottes-dienst habe ich den Altar hergerichtet, das zum Kirchenjahr passende Antependium aufgehängt, Blumen hingestellt, das Abendmahlsgeschirr vorbereitet. Während ich am Samstagnachmittag ganz allein im Kirchraum war, alles für den Gottesdienst am nächsten Morgen vorbereitete und das Licht durch die bunten Glasfenster fiel, habe ich eine ganz besondere Atmosphäre gespürt.
Zum Küsterinnendienst gehört der„Haushüterdienst“ (Küster, lateinisch custos = Wächter, Hüter), d.h. darauf zu achten, dass in den kirchlichen Räumen Ordnung herrscht. Für die Putzarbeiten haben wir zwei Reinigungskräfte angestellt. Weiter ist gelegentlich einzukaufen und – ganz wichtig – das Kirchcafe nach jedem Gottesdienst vorzubereiten. Viele Gottesdienstbesucherinnen sitzen noch eine Zeitlang zusammen und kommen miteinander ins Gespräch. Für viele Gemeinde-glieder ist das ein fester Bestand-teil ihres sonntäglichen Kirchenbesuchs.
Und dann ist da noch das „Muskelaufbautraining“. Da unser Gemeindezentrum keine Kirchenbänke, sondern Stühle hat, müssen diese vor dem Gottesdienst gerade gerückt werden.
In der Küsterordnung der Ev. Kirche im Rheinland heißt es: „Der Küster übt ein kirchliches Amt aus. Er dient und hilft der Verkündigung, insbesondere im Gottesdienst, bei Amtshandlungen und anderen Veranstaltungen der Kirchengemeinde.“ Deshalb ist es auch vorgeschrieben, dass ich als Küsterin evangelisch sein muss. Der Dienst an Sonn- und evangelischen kirchlichen Feiertagen ist die wohl wichtigste Unterscheidung zu den meisten anderen Berufen. Aber am Sonntagmittag ist der Dienst beendet und ich habe frei. Karfreitag, Ostersonntag, Christi Himmelfahrt, Heiligabend und der 2. Weihnachtsfeiertag sind in unserer Gemeinde Arbeitstage für Küsterinnen. Freie Feiertage sind: Ostermontag, Pfingstmontag und der 1. Weihnachtsfeiertag, es finden keine Gottesdienste statt, sowie Pfingstsonntag, wir feiern wir den Konfirmationsgottesdienst in der Stiftskirche Münstermaifeld. Reformationstag, Buß- und Bettag und Silvester sind Werktage mit Abendgottesdiensten.
Neben 6 Wochen Urlaub im Jahr gibt es pro Quartal ein freies Wochenende. In unserer Kirchengemeinde gibt es viele engagierte Ehrenamtliche, die auch für eine Küsterinnenvertretung ansprechbar sind. Wenn also einmal ein wichtiger privater Termin anliegt, sprechen Sie uns an, wir bemühen uns gern um eine Lösung. Um eine Entlastung von der Sonn- und Feiertagsarbeit zu ermöglichen, können wir uns auch vorstellen, die Küsterinnenarbeit auf 2 Personen zu verteilen. Das erfordert natürlich eine verlässliche Absprache zwischen beiden.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Pfarrerin Susanne Albrecht, Tel. 02654-9641712 oder bei Frau Annegret Klasen,
Tel. 02654-1098.
Wenn Sie Lust bekommen haben, Teil unserer Dienstgemeinschaft zu werden und unsere Gemeinde mitzugestalten, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Annegret Klasen
und Susanne Albrecht




