Hilfe für die Ukraine – Spendenaufruf der Evangelischen Kirche im Rheinland
Es gibt viele lokale Aktionen für Sachspenden und Hilfen für Flüchtlinge hier bei uns und in Europa. Daneben können Sie auch finanzielle Hilfe für Flüchtlinge in der Ukraine leisten. Mit der Diakonie Katastrophenhilfe hat die evangelische Kirche ein gutes Netzwerk, das schnell und direkt helfen kann. Seit vielen Jahren bestehen enge Partnerschaften zu Kirchen, Gemeinden, Diakonischen Werken und anderen gemeinnützigen Organisationen in der Ukraine und ihren Nachbarländern Polen, der Slowakei, Moldawien, Ungarn und Rumänien. Sie können direkt online spenden . Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ein Spendenkonto eingerichtet:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise
Friedenskreuz in Büchel 2022
Das im Sommer 2021 zerstörte Friedenskreuz auf der Friedenswiese am Atomwaffenstützpunkt Büchel wurde im Rahmen einer Andacht am 8. April 2022 durch ein neues Friedenskreuz ersetzt.








Polch am Brett

Der Brettspieltreff findet seit 12.01.2024 in der evangelischen Kirchengemeinde in den ungeraden Kalenderwochen immer Freitags ab 18:00 Uhr statt.
Ansprechpartner für wichtige Fragen rund um den Spieletreff ist Tobias Seul.
Gespielt werden Brettspiele für jede Erfahrungsstufe und jedes Alter. Wir freuen uns wenn wir uns Freitagabends zum geselligen Beieinander treffen können.



Konfirmation und Kofirmand*innen-Unterricht
Pfingstsonntag – Konfirmation
Die Konfirmation ist immer noch ein besonderes Fest. Sie markiert für die Jugendlichen die Schwelle zum Erwachsenensein. Es tut gut, auf dem Weg zur Selbstständigkeit und Mündigkeit besonders gefeiert zu werden. Außerdem ist die Konfirmation die Voraussetzung dafür, später unter Umständen Taufpatin oder Taufpate zu werden. In unserer Gemeinde findet die Konfirmation traditionell am Pfingstsonntag statt.
Konfirmand*innenunterricht führt zur Konfirmation
Der Konfirmand*innen-Unterricht erstreckt sich über ca. 10 Monate, er beginnt jeweils nach den Sommerferien (erste Unterrichtsstunde am ersten Dienstag nach den Ferien, von 17 – 19 Uhr). Alle evangelischen Jugendlichen und andere Interessierte, die zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt sind, sind dazu eingeladen.
Die Konfirmand*innen haben jeden Dienstag von 17:00 – 19 Uhr Unterricht (außer in den Schulferien und an Karnevalsdienstag). Neben dem wöchentlichen Unterricht gibt es zwei Konfirmand*innentage, ganztägig am Samstag im Gemeindezentrum, und zwei Seminarwochenenden, am Beginn bzw. am Ende der Zeit, in der Geringer Mühle.
Mindestens einmal im Monat soll der Sonntagsgottesdienst unserer Kirchengemeinde besucht werden. Zwei Gottesdienste sind unbedingter Bestandteil des Unterrichts: Jüdisch-christlicher Gottesdienst in Erinnerung der Reichsprogromnacht am 9. November 1938 in der Stiftskirche und Synagoge in Münstermaifeld und Ende März ein „Von uns für Euch“-Gottesdienst gestaltet von den KonfirmandInnen, der eine früher übliche Prüfung ersetzt.
Die Konfirman*innen und deren Eltern verpflichten sich, alle Termine des Unterrichts (einschließlich Seminartage und -wochenenden) sowie den Gottesdienstbesuch einmal im Monat wahrzunehmen.
Eine besondere gemeinsame Zeit
Es ist etwas Besonderes, sich jeden Dienstag im Konfirmand*innenunterricht zu treffen. Nach unseren langjährigen Erfahrungen können wir sagen, dass diese Zeit für alle Beteiligten prägend und unvergesslich ist. Jugendliche, junge Erwachsene und ein Pfarrer reden, lachen, arbeiten, spielen, lernen, singen … miteinander. Wir lernen uns kennen. Wir profitieren voneinander. Unsere Gemeinschaft tut uns gut und jede und jeder kann ein wichtiges Teil dazu beitragen. Die regelmäßigen Treffen dienstags und die besonderen Ereignisse wie Samstags- und Wochenendseminare machen aus uns eine Gemeinschaft.
Unser christlicher Glauben – Sprachfähigkeit und Mündigkeit
Im Unterricht begegnen wir uns, genauso wie in den anderen Bereichen der Kirchengemeinde, als Menschen, die sich über ihre Glaubenserfahrungen, über ihre Fragen und Zweifel austauschen wollen. Und wir leben von den Glaubenserfahrungen und den Traditionen der Christen und Juden vor uns. Deswegen spielt die Wissensvermittlung über den christlichen Glauben bei uns immer noch eine Rolle. Unsere Traditionen müssen weitergegeben, ausgelegt und auf unser Leben bezogen werden.
Nach unserem Verständnis darf es in der Kirche nicht nur wenige „Fachleute in Glaubensdingen“ geben. Jede/r von uns hat im Laufe seiner/ihrer persönlichen Geschichte vielfältige Glaubenserfahrungen gemacht. Es geht uns darum, dass sie weitergegeben werden, dass sie mit den Erfahrungen der anderen ins Gespräch kommen, dass über sie öffentlich geredet wird. Deswegen nehmen wir die Meinungen der Konfirmand*innen ernst. Und deswegen gibt es bei uns auch nicht nur einen „Konfirmand*innen-lehrer“, sondern viele jugendlichen und erwachsenen Mitarbeiter*nnen (MiKU), die den Unterricht durchführen.
In der Mitte des Gemeindelebens
Wir wollen, dass von möglichst vielen in der Gemeinde und darüber hinaus, wahrgenommen wird, was wir zusammen machen. Ebenso ist es gut, wenn die Konfirmand*innen neben dem eigentlichen Unterricht auch am sonstigen Gemeindeleben teilnehmen. Das betrifft den sonntäglichen Gottesdienst und andere Gemeindebereiche. Besonders freuen wir uns, wenn auch die Eltern neugierig auf die Lebendigkeit der Gemeinde sind.
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Weltgebetstag der Frauen 2018

Surinamische Christinnen dankten mit der Liturgie des Weltgebetstage und mahnten zugleich: „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“, zerstört sie nicht, helft sie zu bewahren.
Mit Texten, blauen Schmetterlingen und den Früchten des Landes vor dem Altar verbildlichten Frauen des Maifelds in einem ökumenischen Gottesdienst das Motto des diesjährigen Weltgebetstages.

Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet. Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse.
Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden mit üppigen Riesenfarnen, farbenprächtigen Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Ameisenbären, Jaguare, Papageien und Riesenschlangen haben hier ein Zuhause gefunden. Surinams Küsten eignen sich zwar nicht als Badestrände, dafür legen an den unberührten Stränden des Galibi-Naturreservats riesige Meeresschildkröten ihre Eier ab. Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen Haushalt empfindlich. Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar. Während der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams zerstört, fehlt es in Politik und Gesellschaft des erst 1975 unabhängig gewordenen Landes an nachhaltigen Ideen für Alternativen. Dass das Gleichgewicht in Surinams Gesellschaft aus den Fugen gerät, wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.
Der Weltgebetstag am 2. März 2018 bot Gelegenheit, Surinam und seine Bevölkerung etwas näher kennenzulernen.
Kehret um, und ihr werdet leben!

„Tut Buße!“ Das ist eine Aufforderung Jesu ganz am Anfang seines Wirkens (Mk 1,15) und bleibt zentraler Inhalt seiner Botschaft. Jesus hat die unmittelbare Nähe des Gottesreiches verkündigt. Er
meinte damit eine Veränderung der Welt in eine Heimat, in der es allen gut geht. Und dazu gehört die Verhaltensänderung der Menschen. „Tut Buße!“ muss man also besser mit „Kehret um!“ übersetzen. Bedenkt euer Verhalten und verändert es, wenn es der neuen guten Welt Gottes widerspricht.
Buße, besser Umkehr, betrifft unser ganzes Leben
So gesehen fordert Buße also zur Selbstreflexion auf. Es geht nicht darum, sich mit bestimmten Handlungen ein gutes Gewissen zu erkaufen. Und die Aufforderung zur Umkehr darf nicht in einem Machtgefälle sein. Es geht aber um ein Nachdenken. Was bewirkt mein Handeln? Welche Folgen hat es für die anderen, für meine Umwelt?
In unsere Zeit übersetzt fordert Buße uns dazu auf, unser auf uns selbst und unseren
eigenen Nutzen bezogenes Handeln zu korrigieren. Es will von Egozentrik und Selbstverliebtheit befreien.
Kann dann ein Tag ein Bußtag sein?
Geschichtlich gab es zwei Arten von Bußtagen. Einmal die Buße im kirchlichen Kalender für bestimmte Zeiten festgelegten Tage, z.B. die Quatembertage, die Fasten, Gebet und Almosengeben jeweils im Frühling, im Sommer, im Herbst und im Winter vorsehen. Und dann gab es von der Obrigkeit eingesetzte Tage, die in Notständen und Gefahr die ganze Bevölkerung zu Umkehr und Gebet aufriefen.
1878 gab es in 28 deutschen Ländern 47 Bußtage an 24 verschiedenen Tagen. Die Eisenacher Konferenz evangelischer Kirchenleitungen schlug daraufhin den Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag als einheitlichen Bußtag vor. Dies wurde im preußischen Staat am 12.3.1893 zum Gesetz. So kam es zu unserem Buß- und Bettag, der bis 1994 gesetzlicher Feiertag war. Als arbeitsfreier Tag wurde er als Ausgleich für die Arbeitgeberleistungen bei der neu eingeführten Pflegeversicherung abgeschafft. Als kirchlicher Feiertag blieb er bestehen.
Auch wenn es mir merkwürdig erscheint, einen festen Tag der Umkehr und Buße zu widmen – wie gesagt, unser ganzes Leben sollte Buße sein – gibt diese Festlegung einen Sinn. Sie fordert uns auf, inne zu halten, nachzudenken. An einem Tag wird dem Thema besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Und das ist sinnvoll.
Auf dem Maifeld feiern wir den Buß- und Bettag ökumenisch
Der „preußische“ Feiertag Buß- und Bettag wurde, wenn überhaupt, in den evangelischen Gemeinden Bestandteil der gelebten Frömmigkeit. Aber wir hier auf dem Maifeld haben es zur guten Tradition gemacht, zwei für die jeweilige Ökumenischer Gottesdienst Konfession typische Feiertage zum gemeinsam ökumenisch zu feiern. Und das sind Maria Lichtmess, den wir als ökumenischen Lichtergottesdienst in der St. Georgskapelle begehen, und Buß- und Bettag, den wir mit einem gemeinsamen Agapemahl im Evangelischen Gemeindezentrum feiern. Und es ist etwas Besonderes, nach einigen Gebeten und einer kurzen Dialogpredigt im Gottesdienst um den Altar zu stehen, Fladenbrot und Käse zu essen und Wein und Traubensaft zu trinken, und miteinander zu reden, eine Form gelebter Gemeinschaft.
Text: Ingo Schrooten
Gemeindebericht 2017
Wie viele Menschen brauchen wir?
Gemeindebericht der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld 2016/17
Wie viele Menschen brauchen wir? — Diese Frage mutet merkwürdig an. Wir haben ja die Menschen: 2500 Gemeindemitglieder mit einer weiterhin leicht steigenden Tendenz, stabile Zahlen in unseren Gemeindegruppen und in den Gottesdiensten, stabile Zahlen im neuen Arbeitsbereich „Cafe Grenzenlos“, einige herausragende Ereignisse mit hoher Teilnehmerzahl. Und doch wurden wir im Berichtsjahr von einigen Zahlen überrascht, die uns nachdenklich machen.
I. Lassen sich genügend Menschen ansprechen?
1.1 Konfirmandinnen- und Konfirmandenunterricht
Der Rückgang der Zahlen bei den Jugendlichen ist auch bei uns spürbar. Waren es vor nicht langer Zeit noch über 50 Jugendliche im Altersspektrum, wurden in diesem Jahr nur 30 Jugendliche angeschrieben. Und mit 18 Jugendlichen, die jetzt am Unterricht teilnehmen, ist auch unsere Erfassungsquote so niedrig wie noch nie (60 %). Und das trotz unseres Erachtens hoher Qualität der Arbeit und gutem Leumund auch unter Jugendlichen. Nach unseren Nachforschungen entscheidet sich eine immer größere Zahl der Jugendlichen bewusst gegen die Teilnahme, ohne sich auf einen Versuch einzulassen und ohne größeren Antrieb durch die Eltern. Dadurch ergibt sich ein Betreuungsschlüssel zwischen jugendlichen Mitarbeitenden und Konfirmandinnen und Konfirmanden von nahezu eins zu eins. Eine pädagogische Herausforderung und ein Glück, weil die inhaltliche und menschliche Intensität in der Arbeit sich als sehr hoch erweist.
1.2 Friedensfest vor dem Fliegerhorst in Büchel
Mit knapp über 30 Teilnehmern war die Beteiligung in diesem Jahr noch niedriger als in dem vergangenen. Die Gemeindebeteiligung blieb konstant, der Besuch durch andere Interessierte war niedriger als zuvor. In unserer Gemeinde zeigt sich, dass persönliche Beziehungen zu Beschäftigten in Büchel und die Angst vor Nachteilen viele von diesem konkreten Protest gegen Atomwaffen abgehalten haben. Das Friedensfest war mit musikalischem Beitrag, Essen, gemütlichen Beisammensein und Gottesdienst mit anschließender Prozession zu unserem Kreuz auf der Friedenswiese inhaltlich und atmosphärisch sehr gelungen.
1.3 KiBiZ
Weiterhin beteiligen sich nicht mehr als 10 Kinder an unserem zweiwöchigen Kindergottesdienst KiBiZ (Kinder-Bibelzeit) am Samstagvormittag. Trotz kreativer Werbung und schönen, lebendigen Gottesdiensten ist es uns nicht gelungen, diese Zahl zu erhöhen. Auch hier ist der Schlüssel zwischen den jugendlichen und erwachsenen Mitarbeitenden und den Kindern eins zu eins.
II. Wir werden gesehen und verstanden
2.1 Reformationsjubiläum
Nach dem Gottesdienst am Reformationstag 2016 mit dem Aufhängen des Banners zum Reformationsjahr „vergnügt, erlöst, befreit“ an der Außenwand unseres Gemeindezentrums gab es keine expliziten Veranstaltungen in unserer Gemeinde. Bemerkenswert ist eine Publikumsäußerung am Schluss der Veranstaltung mit Ernesto Cardenal (s.u.), hier wäre im Feierjahr endlich mal eine Veranstaltung erlebt worden, die auf eine zu verändernde Kirche und Gesellschaft hingewiesen hätte.
2.2 Schirmherr beim Spiel der Lottoelf in Mertloch
Ingo Schrooten wurde für das Spiel der Lottoelf am Freitag, den 12. Mai 2017 in Mertloch zu Gunsten der Flüchtlingsinitiative Maifeld angesprochen, Schirmherr zu sein. Das Engagement unserer Gemeinde in der Flüchtlingsarbeit wurde so gewürdigt und erneut wahrgenommen.
2.3 Ernesto Cardenal und Alberto Acosta
Zwei Konzertlesungen mit „grupo sal“ mit jeweils über 100 Teilnehmenden im März und im Oktober 2017 (erwartet) haben mehr als kulturelle Qualität. Der nicaraguanische Priester und Dichter Ernesto Cardenal, der in seinem ganzen Leben seinen Glauben mit gesellschaftlichem Engagement für eine andere, bessere Welt verbunden hat, las aus seinem Lebenswerk. Der Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta aus Ecuador stellt mit „Buen vivir – vom Recht auf ein gutes Leben“ sein an indigene Vorstellungen angelehntes Wirtschafts- und Gesellschaftskonzept vor, das eine Welt jenseits der vorherrschenden Wachstumsideologie anstrebt.
III. Lebendigkeit und menschliche Wärme
3.1 Mitarbeitende bei der Synode
Die Ausrichtung der Synode im November 2016 in Münstermaifeld war für uns auch ein Gemeindeereignis. Durch die Vielzahl der Mitarbeitenden unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Bereichen und die reibungslose Organisation wurde die Synode auch für uns zu einem Ort der Begegnung und des lebendigen Miteinanders.
3.2 Trauerarbeit
Der plötzliche Tod von Ulla Maschke, Vorsitzende der Frauenhilfe, Prädikantinnen-Anwärterin und sehr aktives Gemeindemitglied, am 21. Juli 2017 hat uns betroffen gemacht.
Spontan kamen im Sonntagsgottesdienst zwei Tage nach ihrem Tod viele Menschen zusammen, um miteinander zu trauern. Ihre Beerdigung und das anschließende Beerdigungscafé im Gemeindezentrum hat viele Menschen auch von außerhalb unserer Gemeinde zusammengebracht. Wir konnten uns Trost geben und spüren, dass wir gehalten werden.
In der Frauenhilfe verursachte der plötzliche Tod der Vorsitzenden neben der Trauer auch Angst um die Zukunft der Frauenhilfe. Ulla Maschke hat durch ihre Arbeit viele Impulse gegeben und eine große Nähe unter den Frauen erreicht. Und das schien nun in Frage gestellt. In zwei Sitzungen des Vorstandes wurden Perspektiven für das Amt der Vorsitzenden und für das zukünftige Programm erarbeitet. Dies wurde in den Treffen der Frauenhilfe vorgestellt und beruhigte die Frauen.
3.3 Trauungen
Im Berichtszeitraum gab es zwei Trauungen, die aus dem Rahmen fielen. Die Gottesdienste fanden im Gemeindezentrum bzw. auf dem Sammetzkopf, der höchsten Erhebung des Maifeldes und bei uns gebräuchlicher Gottesdienstort am Ostermorgen, im Freien statt, und nicht in einer der schönen alten katholischen Kirchen auf dem Maifeld. Beide Paare sind schon seit Jahrzehnten standesamtlich verheiratet und haben sich jetzt zur kirchlichen Trauung entschlossen. Bei beiden Trauungen haben die Paare und Gemeindemitglieder den Gottesdienst aktiv mitgestaltet. Beide Gottesdienste wurden nicht nur als Familien-, sondern auch als Gemeindeereignis wahrgenommen.
IV. Personen
Nach positiven Voten des Presbyteriums und des KSV hat das Landeskirchenamt der Befreiung von der Residenzpflicht und der Dienstwohnungsverpflichtung für Pfarrer Ingo Schrooten zugestimmt. Er wohnt seit dem 1. Februar 2017 in Winningen. In der Gemeinde wurde der Wohnortwechsel wohlwollend wahrgenommen.
Am 3. September 2017 wurde Sandra Schüler als Küsterin verabschiedet und Susanne Albrecht in ihr Amt als Küsterin eingeführt.
Am 31. Oktober 2017 wird Bernhard Wibben in einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang in den Ruhestand als Gemeindepädagoge verabschiedet. Er wird nebenamtlich auch in seinem Ruhestand in einigen Bereichen der Gemeinde weiter arbeiten.
V. Ein vorsichtiges Fazit
Als Diasporagemeinde (10% Evangelische) ohne langjährige gemeinsame Traditionen der Mitglieder und ohne auf die Gemeinde bezogene Sozialkontrolle (27 Dörfer) ist es weiterhin eine Herausforderung, Kontinuität und Verbindlichkeit im Gemeindeleben zu bauen und zu erhalten. Die Teilnahme am Gemeindeleben ist für die Mehrzahl der Mitglieder punktuell und selektiv, obwohl die gesellschaftliche Relevanz unserer Kirchengemeinde durch die vernetzte Arbeit in vielen Bereichen und eine Vielzahl auffälliger Veranstaltungen mit verschiedenen Kooperationspartnern sehr deutlich auf dem ganzen Maifeld wahrgenommen wird. Die Bezeichnung unserer Gemeinde in einem früheren Gemeindebericht als „Labor postmoderner Religiösität“ ist zutreffend. Es bleibt unsere Aufgabe, gezielt und kreativ Menschen zum aktiven Mitmachen und verbindlicher Teilnahme anzusprechen.
Vom Presbyterium beraten und einstimmig genehmigt mit Beschluss Nr. 46/2017 vom 19. September 2017.
MiKU
Nach unserem Verständnis darf es in der Kirche nicht nur wenige „Fachleute in Glaubensdingen“ geben. Jede/r von uns hat im Laufe seiner/ihrer persönlichen Geschichte vielfältige Glaubenserfahrungen gemacht. Es geht uns darum, dass sie weitergegeben werden, dass sie mit den Erfahrungen der anderen ins Gespräch kommen, dass über sie öffentlich geredet wird. Deswegen gibt es bei uns auch nicht nur einen „Konfirmand*innenlehrer“. Vielmehr wird der Unterricht von vielen jugendlichen und erwachsenen Mitarbeiter*innen durchgeführt.
Mittwochs von 18:30 – 21:00 Uhr
treffen sie sich gemeinsam mit Pfarrer Ingo Schrooten und reflektieren den letzten Unterricht und bereiten sich auf den Unterricht des kommenden Dienstags oder der Konfi-Tage bzw. -Wochenenden vor.
Jährliche externe Schulungen im pti bonn (Pädgogisch-Theologisches Institut der evang. Kirche im Rheinland) ergänzen die wöchentliche Arbeit.

Schulungswoche jugendlicher Mitarbeiter*innen in den Niederlanden
Jeweils in den Herbstferien sind die jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde eine Woche im niederländischen Friesland unterwegs, dabei wird neben theologischer Schulung zusätzlich Gemeinschaft ge- und erlebt.
Verantwortung tragen für eine begrenzte Welt
Stadtökologische Führung für Familien mit Kindern, in Begleitung der Ratte Findus
Netzwerk Umweltbildung Rhein-Mosel
Die Welt aus der Rattenperspektive ganz neu entdecken. Mit dem Blick aus dem Kanalrohr wandeln sich die Perspektiven, Parallelwelten, Kulturfolger und unsichtbare und gerne übersehene Mitbewohner werden sichtbar. (Streifzug durch die Stadt für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene, Dauer ca. 1 Stunde)
konsumkritischer Stadtrundgang, Filmvorführung „Tomorrow“,
„Koblenz enkeltauglich machen! – BUND-Initiativen für Klima- und soziale Gerechtigkeit“
Der konsumkritische Stadtrundgang erklärt Globalisierung und ihre Auswirkungen praxisnah und vor Ort in Koblenz. Dabei werden ökonomische, soziale und ökologische Aspekte von Konsum und Globalisierung kritisch betrachtet und Alternativen aufgezeigt. Bei unserem Stadtrundgang werden wir die Pflastersteine auf den öffentlichen Plätzen kritisch hinterfragen, einen Blick in auf die Arbeitsbedingungen in der Steinindustrie in Asien werfen und aufzeigen, das Kommunen auch fair gehandelte Steine einkaufen können. Wir werden aber auch den Konsum von Handys betrachten und uns fragen woher die Rohstoffe stammen, wie diese abgebaut wurden und unter welchen Arbeitsbedingungen diese hergestellt wurden. Dann werfen wir noch einen Blick auf unsere Ernährung und zeigen auf, wieso bio und regionale Produkte wichtig sind. Anhand des Regiogeldes wird anschließend gezeigt, wie die Unterstützung und Förderung von regionalen Unternehmen aussehen kann. Der Stadtrundgang wird vom Weltladen Koblenz, dem Regioverein Koblenz, der BUNDjugend Koblenz und dem BUND Koblenz, Regionalpromotor für öko-sozialeBeschaffung, organisiert.
„Werkstadt Strand“ – Reparieren statt Wegwerfen, Repair-Café Lahnstein/Koblenz/Kalt
Sich über die Repair-Café-Initiativen in Koblenz und Umgebung informieren und die Menschen kennenlernen, die dahinter stehen. Natürlich dürfen Sie Ihre reparaturbedürftigen Gegenstände mitbringen oder Sie schauen einfach auf ein Stück Kuchen und einen Kaffee vorbei.
Kleidertauschparty
Ähnlich wie auf einem Flohmarkt lädt der Lichthof, in die kühlen Mauern des Dreikönigenhauses, zum Bummeln auf die Kleidertauschparty ein. Die Kleidertauschparty bietet allen die Möglichkeit ihre nicht mehr getragene Kleidung gegen neue Herzstücke einzutauschen. Jeder kann alte Kleidung mitbringen und gegen neue Kleidung austauschen. Im Vordergrund steht hier die Kleidung selbst, ohne Geld soll fröhlich getauscht werden. Im Sinne der FairWertung kann zum Beispiel neue Sommerkleidung gefunden und nicht mehr gebrauchte Kleidung abgegeben werden. Übrig gebliebene Kleidung wird anschließend an wohltätige Institutionen gespendet oder in neue Kleidung oder Upcycling-Produkte umgenäht.
Second-Hand Kleiderladen, Fahrrad-Recycling-Werkstatt, Stromsparcheck für
einkommensschwache Haushalte CarMen gem. GmbH (Caritas für Menschen in Beschäftigung)
Upcycling-Workshop, Modenschau Dekanat Koblenz, Katholische Kirche und Akademie der Kleidermacher, Moselkern
Upcycle, Wiederverwertung von abgelegten Kleidungsstücken, Stoffresten und anderen gebrauchten Materialien. Der Erlös ist für den Erhalt des Jugendhauses der KSJ (Kath. Stud. Jugend) in Rascheid bestimmt.
Modenschau: Teilnehmer*innen der Upcycle-Workshops führen ihre Modelle vor. Die Ideen sollen sich herumsprechen und zur Nachahmung einladen, deshalb sind Fotos ausdrücklich erwünscht!
„FÖJ in Rheinland-Pfalz“
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein einjähriger Freiwilligendienst (vom Bio-Bauernhof, über die Umweltverbände und Vereine, politischen Einrichtungen und Ämtern), der allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 27 offen steht.
Die anwesenden Freiwilligen werden Auskunft über die Ausgestaltung der Seminare und ihre tägliche Arbeit geben.
„Schulgärten als Lernort für BNE“
Das GenerationenSchulGarten-Netzwerk in Koblenz und Region stellt sich und die Schulgartenbewegung vor.
„Das Handwerk: goldener Boden – grüne Zukunft“ (Handwerkskammer Koblenz)
Roadshow mit der Mitmachaktion „Holz ist in“ (mobile CNC-Maschine, Tischkicker, Fachwerkhaus) und „Vielfalt im Handwerk (Fotobox).
„Nachhaltigkeit im Landkreis“ Umweltberatung im Landkreis Mayen-Koblenz
„Nachhaltigkeit in Koblenz“ Lokale Agenda 21 „Koblenz verbindet – Umweltamt“
Klimaschutz und die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes, der Bereich Energie, die Elektromobilität sowie Lokale Agenda 21 und Umweltbildung.
„RegioMark RheinMosel – das Zahlungsmittel für den regionalen Wirtschaftskreislauf“ Regioverein Koblenz e.V.
U.a. Vortrag zum Thema „RegioMark RheinMosel – das Zahlungsmittel für den regionalen Wirtschaftskreislauf“
Workshop zum Thema Online Fundraising, Particulate Solutions GmbH
Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit,anschließend das gewonnene Wissen aktiv anzuwenden.
„Neue Wohnformen“ mit „Wohnen für Hilfe“
Verein Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz gemeinsam mit „Wohnen für Hilfe“ Jesuitenplatz (Nr. 3 im Plan)
ISSO Institut (Institut for social & sustainable oikonomics) eine Abteilung der Martin-Görlitz-Stiftung
Büchertisch „Publikationen und Bildungsangebote rund um das Thema Nachhaltigkeit“
kostenlose Materialien zum Mitnehmen, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Essen und Trinken
Nachhaltigkeitscafé
Im ARIWA (Animal RIghts WAtch) Nachhaltigkeitscafé präsentieren wir rein pflanzliche Leckereien und laden zum gemütlichen Beisammensein bei einem netten Gespräch ein
Erfrischungsgetränk „Die nachhaltige und regionale Holundererfrischung“
Ernährungs- und Verbraucherbildung Student*innen Universität Koblenz stellen unser Projekt sowie unseren Studiengang vor und bieten unser Erfrischungsgetränk, gegen eine kleine Spende, zur Verkostung an. Zusätzlich werden grundsätzliche Fragen zu den Begriffen „regional“ und saisonal“ geklärt.
„Verwenden statt verschwenden“, Filmvorführung „Essensretter Doku“ (Foodsharing e.V.)
In der Nacht der Nachhaltigkeit gibt die Regionalgruppe Koblenz einen Ausblick auf die Statistik (des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft), stellt die Organisation und den Aufbau der foodsharing-Plattform sowie weitere Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung vor. Außerdem wird der Dokumentarfilm „Essenretter“ gezeigt. Dieser verdeutlicht, wie alleine in Deutschland jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet werden.
„Klimaschutz schmeckt“, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
Die Auswirkungen des Klimawandels werden in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Dass wir täglich beim Essen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, ist bislang noch nicht so bekannt. Mit der Info-Schau „Klimaschutz schmeckt“ zeigt die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Iris Brenner worauf es ankommt. Hier gibt es Informationen und Tipps zum Klima-gesunden Essen und Einkaufen. Klimaschützer*innen erfahren mehr über die Klimabilanz unserer Lebensmittel.
„Zertifizierte Wildsammlungen“, Weltladen Koblenz
Der Weltladen informiert über fair gehandelte Produkte, die aus Wildsammlungen im Regenwald (Kaffee, Kosmetik) und in Südafrika (Rooibostee) stammen sowie über die Nachhaltigkeitskriterien für diese Wildsammlungen.
„Vertrauen in unsere Region“ Heimat schmeckt e.V
„Taste the waste“ mit Verköstigung (Thema Lebensmittelverschwendung) Hilda-Gymnasium „Act-Green-AG“– Think global, ACT local!
Wir werden Lebensmittel, wie nicht mehr verkauft werden können / sollen von verschiedenen Läden in Koblenz erhalten. Diese noch guten, zum Wegwerfen viel zu wertvollen Lebensmittel werden wir ggf. waschen oder anders „aufbereiten“ und dann Besuchern der Nacht der Nachhaltigkeit kostenlos anbieten. Z.B. wird es Gemüsesticks geben, welchen man in verschiedene Dipps (die natürlich möglichst auch aus „recycelten Lebensmitteln“ bereitet wurden) tauchen kann. Dazu gibt es Früchte entweder „am Stück“ oder als Fruchtsalat. Um zusätzlichen Plastikmüll zu vermeiden, habe ich im Vorfeld schon mal geeignete Plastikschälchen gesammelt, die wir zwischendurch reinigen werden.
Nachhaltigkeit der Energie
„Leise, sauber, zukunftstauglich – die CO2-freie e-Mobilität“, Höhenwind
Anhand von Vorträgen und E-Autos verschiedener Automarken wird aufgezeigt, wie breit das Spektrum mittlerweile ist und Fragen zur Elektromobilität beantwortet. Wer will, kann auch gerne Probe fahren – „E-Mobilität ist in“.
Vorträge „Leise, sauber, zukunftstauglich – die Co2-freie e-Mobilität“ amperio (naturenergie)
Ausbau der Ladeinfrastruktur, Übersicht aktueller Elektrofahrzeuge, Markteinschätzung in Deutschland.
Ausstellung E-Mobil Fuhrpark / Miniwindbeutel für Kinder Bundesverband Windenergie e.V. –
Möglichkeit von Probefahrten. Außerdem Miniwindbeutel für die kleinen Gäste.
Kleinwasserkraftwerk im Rhein Neue Energie Bendorf eG
Nachhaltige Stromerzeugung durch das erste Klein-Wasserkraftwerkt im Rhein, Projektentwicklung – technischer Aufbau – Funktion – Wirkungsprinzip -, Wirtschaftlichkeit, Motivation der Bürger*innen die Energiewende aktiv zu gestalten, Beteiligungsmöglichkeit der Bürger am Projekt.
„Sustainable Change“ Nachhaltigkeitsstrategien – RENN.west (Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West) zusammen mit Umwelt-Campus Birkenfeld
Preisverleihung des Klimaschutzpreises 2016/2017, Verein Klimaschutz in Koblenz e.V.
Für 2016/2017 wurde der Klimaschutzpreis in der Kategorie „Klimaschutz vereint“ vergeben und richtete sich an Schüler*innen, Schulklassen, Jugendgruppen und Vereine, die ein kreatives Projekt zum Klimaschutz in der Stadt Koblenz planen, durchführen oder in diesem Jahr durchgeführt haben. Im Fokus standen dabei die Themen: Verbesserung der CO2-Bilanz und Energiesparen.
Solarquiz, Probefahrten von Elektromobilität, Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. zusammen mit den „Umweltreportern der Grundschule Moselweiß“
Solarquiz beidem man Solarbausätze gewinnen kann.
Außerdem möchten wir die Elektromobilität mit Probefahrten erlebbar machen.
„Nachhaltige Mobilität: Sparen beim Fahren mit Bus und Bahn“,
Verkehrsclub Deutschland
Informationen des einzigen ökologischen Verkehrsclubs in Deutschland.
„Unterstützung von Kirchengemeinden für eine nachhaltige Entwicklung“
Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V.
Der Verein mit kirchlichen Partnern der beiden großen christlichen Konfessionen im Großraum Koblenz hat sich die Unterstützung von Kirchengemeinden beim Sparen von Energie und Kosten zum Ziel gesetzt, um damit einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.
„Nachhaltige Energie“ (Forstamt Koblenz)
Der Energieholzhänger/Stand informiert über die vielfältigen Energienutzungs-möglichkeiten von Holz. Der Nachhaltigkeitswürfel informiert über die Palette der Umweltleistungen des Waldes.





