MiKU
Nach unserem Verständnis darf es in der Kirche nicht nur wenige „Fachleute in Glaubensdingen“ geben. Jede/r von uns hat im Laufe seiner/ihrer persönlichen Geschichte vielfältige Glaubenserfahrungen gemacht. Es geht uns darum, dass sie weitergegeben werden, dass sie mit den Erfahrungen der anderen ins Gespräch kommen, dass über sie öffentlich geredet wird. Deswegen gibt es bei uns auch nicht nur einen „Konfirmand*innenlehrer“. Vielmehr wird der Unterricht von vielen jugendlichen und erwachsenen Mitarbeiter*innen durchgeführt.
Mittwochs von 18:30 – 21:00 Uhr
treffen sie sich gemeinsam mit Pfarrer Ingo Schrooten und reflektieren den letzten Unterricht und bereiten sich auf den Unterricht des kommenden Dienstags oder der Konfi-Tage bzw. -Wochenenden vor.
Jährliche externe Schulungen im pti bonn (Pädgogisch-Theologisches Institut der evang. Kirche im Rheinland) ergänzen die wöchentliche Arbeit.

Schulungswoche jugendlicher Mitarbeiter*innen in den Niederlanden
Jeweils in den Herbstferien sind die jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde eine Woche im niederländischen Friesland unterwegs, dabei wird neben theologischer Schulung zusätzlich Gemeinschaft ge- und erlebt.
Verantwortung tragen für eine begrenzte Welt
Stadtökologische Führung für Familien mit Kindern, in Begleitung der Ratte Findus
Netzwerk Umweltbildung Rhein-Mosel
Die Welt aus der Rattenperspektive ganz neu entdecken. Mit dem Blick aus dem Kanalrohr wandeln sich die Perspektiven, Parallelwelten, Kulturfolger und unsichtbare und gerne übersehene Mitbewohner werden sichtbar. (Streifzug durch die Stadt für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene, Dauer ca. 1 Stunde)
konsumkritischer Stadtrundgang, Filmvorführung „Tomorrow“,
„Koblenz enkeltauglich machen! – BUND-Initiativen für Klima- und soziale Gerechtigkeit“
Der konsumkritische Stadtrundgang erklärt Globalisierung und ihre Auswirkungen praxisnah und vor Ort in Koblenz. Dabei werden ökonomische, soziale und ökologische Aspekte von Konsum und Globalisierung kritisch betrachtet und Alternativen aufgezeigt. Bei unserem Stadtrundgang werden wir die Pflastersteine auf den öffentlichen Plätzen kritisch hinterfragen, einen Blick in auf die Arbeitsbedingungen in der Steinindustrie in Asien werfen und aufzeigen, das Kommunen auch fair gehandelte Steine einkaufen können. Wir werden aber auch den Konsum von Handys betrachten und uns fragen woher die Rohstoffe stammen, wie diese abgebaut wurden und unter welchen Arbeitsbedingungen diese hergestellt wurden. Dann werfen wir noch einen Blick auf unsere Ernährung und zeigen auf, wieso bio und regionale Produkte wichtig sind. Anhand des Regiogeldes wird anschließend gezeigt, wie die Unterstützung und Förderung von regionalen Unternehmen aussehen kann. Der Stadtrundgang wird vom Weltladen Koblenz, dem Regioverein Koblenz, der BUNDjugend Koblenz und dem BUND Koblenz, Regionalpromotor für öko-sozialeBeschaffung, organisiert.
„Werkstadt Strand“ – Reparieren statt Wegwerfen, Repair-Café Lahnstein/Koblenz/Kalt
Sich über die Repair-Café-Initiativen in Koblenz und Umgebung informieren und die Menschen kennenlernen, die dahinter stehen. Natürlich dürfen Sie Ihre reparaturbedürftigen Gegenstände mitbringen oder Sie schauen einfach auf ein Stück Kuchen und einen Kaffee vorbei.
Kleidertauschparty
Ähnlich wie auf einem Flohmarkt lädt der Lichthof, in die kühlen Mauern des Dreikönigenhauses, zum Bummeln auf die Kleidertauschparty ein. Die Kleidertauschparty bietet allen die Möglichkeit ihre nicht mehr getragene Kleidung gegen neue Herzstücke einzutauschen. Jeder kann alte Kleidung mitbringen und gegen neue Kleidung austauschen. Im Vordergrund steht hier die Kleidung selbst, ohne Geld soll fröhlich getauscht werden. Im Sinne der FairWertung kann zum Beispiel neue Sommerkleidung gefunden und nicht mehr gebrauchte Kleidung abgegeben werden. Übrig gebliebene Kleidung wird anschließend an wohltätige Institutionen gespendet oder in neue Kleidung oder Upcycling-Produkte umgenäht.
Second-Hand Kleiderladen, Fahrrad-Recycling-Werkstatt, Stromsparcheck für
einkommensschwache Haushalte CarMen gem. GmbH (Caritas für Menschen in Beschäftigung)
Upcycling-Workshop, Modenschau Dekanat Koblenz, Katholische Kirche und Akademie der Kleidermacher, Moselkern
Upcycle, Wiederverwertung von abgelegten Kleidungsstücken, Stoffresten und anderen gebrauchten Materialien. Der Erlös ist für den Erhalt des Jugendhauses der KSJ (Kath. Stud. Jugend) in Rascheid bestimmt.
Modenschau: Teilnehmer*innen der Upcycle-Workshops führen ihre Modelle vor. Die Ideen sollen sich herumsprechen und zur Nachahmung einladen, deshalb sind Fotos ausdrücklich erwünscht!
„FÖJ in Rheinland-Pfalz“
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein einjähriger Freiwilligendienst (vom Bio-Bauernhof, über die Umweltverbände und Vereine, politischen Einrichtungen und Ämtern), der allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 27 offen steht.
Die anwesenden Freiwilligen werden Auskunft über die Ausgestaltung der Seminare und ihre tägliche Arbeit geben.
„Schulgärten als Lernort für BNE“
Das GenerationenSchulGarten-Netzwerk in Koblenz und Region stellt sich und die Schulgartenbewegung vor.
„Das Handwerk: goldener Boden – grüne Zukunft“ (Handwerkskammer Koblenz)
Roadshow mit der Mitmachaktion „Holz ist in“ (mobile CNC-Maschine, Tischkicker, Fachwerkhaus) und „Vielfalt im Handwerk (Fotobox).
„Nachhaltigkeit im Landkreis“ Umweltberatung im Landkreis Mayen-Koblenz
„Nachhaltigkeit in Koblenz“ Lokale Agenda 21 „Koblenz verbindet – Umweltamt“
Klimaschutz und die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes, der Bereich Energie, die Elektromobilität sowie Lokale Agenda 21 und Umweltbildung.
„RegioMark RheinMosel – das Zahlungsmittel für den regionalen Wirtschaftskreislauf“ Regioverein Koblenz e.V.
U.a. Vortrag zum Thema „RegioMark RheinMosel – das Zahlungsmittel für den regionalen Wirtschaftskreislauf“
Workshop zum Thema Online Fundraising, Particulate Solutions GmbH
Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit,anschließend das gewonnene Wissen aktiv anzuwenden.
„Neue Wohnformen“ mit „Wohnen für Hilfe“
Verein Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz gemeinsam mit „Wohnen für Hilfe“ Jesuitenplatz (Nr. 3 im Plan)
ISSO Institut (Institut for social & sustainable oikonomics) eine Abteilung der Martin-Görlitz-Stiftung
Büchertisch „Publikationen und Bildungsangebote rund um das Thema Nachhaltigkeit“
kostenlose Materialien zum Mitnehmen, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Essen und Trinken
Nachhaltigkeitscafé
Im ARIWA (Animal RIghts WAtch) Nachhaltigkeitscafé präsentieren wir rein pflanzliche Leckereien und laden zum gemütlichen Beisammensein bei einem netten Gespräch ein
Erfrischungsgetränk „Die nachhaltige und regionale Holundererfrischung“
Ernährungs- und Verbraucherbildung Student*innen Universität Koblenz stellen unser Projekt sowie unseren Studiengang vor und bieten unser Erfrischungsgetränk, gegen eine kleine Spende, zur Verkostung an. Zusätzlich werden grundsätzliche Fragen zu den Begriffen „regional“ und saisonal“ geklärt.
„Verwenden statt verschwenden“, Filmvorführung „Essensretter Doku“ (Foodsharing e.V.)
In der Nacht der Nachhaltigkeit gibt die Regionalgruppe Koblenz einen Ausblick auf die Statistik (des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft), stellt die Organisation und den Aufbau der foodsharing-Plattform sowie weitere Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung vor. Außerdem wird der Dokumentarfilm „Essenretter“ gezeigt. Dieser verdeutlicht, wie alleine in Deutschland jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet werden.
„Klimaschutz schmeckt“, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
Die Auswirkungen des Klimawandels werden in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Dass wir täglich beim Essen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, ist bislang noch nicht so bekannt. Mit der Info-Schau „Klimaschutz schmeckt“ zeigt die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Iris Brenner worauf es ankommt. Hier gibt es Informationen und Tipps zum Klima-gesunden Essen und Einkaufen. Klimaschützer*innen erfahren mehr über die Klimabilanz unserer Lebensmittel.
„Zertifizierte Wildsammlungen“, Weltladen Koblenz
Der Weltladen informiert über fair gehandelte Produkte, die aus Wildsammlungen im Regenwald (Kaffee, Kosmetik) und in Südafrika (Rooibostee) stammen sowie über die Nachhaltigkeitskriterien für diese Wildsammlungen.
„Vertrauen in unsere Region“ Heimat schmeckt e.V
„Taste the waste“ mit Verköstigung (Thema Lebensmittelverschwendung) Hilda-Gymnasium „Act-Green-AG“– Think global, ACT local!
Wir werden Lebensmittel, wie nicht mehr verkauft werden können / sollen von verschiedenen Läden in Koblenz erhalten. Diese noch guten, zum Wegwerfen viel zu wertvollen Lebensmittel werden wir ggf. waschen oder anders „aufbereiten“ und dann Besuchern der Nacht der Nachhaltigkeit kostenlos anbieten. Z.B. wird es Gemüsesticks geben, welchen man in verschiedene Dipps (die natürlich möglichst auch aus „recycelten Lebensmitteln“ bereitet wurden) tauchen kann. Dazu gibt es Früchte entweder „am Stück“ oder als Fruchtsalat. Um zusätzlichen Plastikmüll zu vermeiden, habe ich im Vorfeld schon mal geeignete Plastikschälchen gesammelt, die wir zwischendurch reinigen werden.
Nachhaltigkeit der Energie
„Leise, sauber, zukunftstauglich – die CO2-freie e-Mobilität“, Höhenwind
Anhand von Vorträgen und E-Autos verschiedener Automarken wird aufgezeigt, wie breit das Spektrum mittlerweile ist und Fragen zur Elektromobilität beantwortet. Wer will, kann auch gerne Probe fahren – „E-Mobilität ist in“.
Vorträge „Leise, sauber, zukunftstauglich – die Co2-freie e-Mobilität“ amperio (naturenergie)
Ausbau der Ladeinfrastruktur, Übersicht aktueller Elektrofahrzeuge, Markteinschätzung in Deutschland.
Ausstellung E-Mobil Fuhrpark / Miniwindbeutel für Kinder Bundesverband Windenergie e.V. –
Möglichkeit von Probefahrten. Außerdem Miniwindbeutel für die kleinen Gäste.
Kleinwasserkraftwerk im Rhein Neue Energie Bendorf eG
Nachhaltige Stromerzeugung durch das erste Klein-Wasserkraftwerkt im Rhein, Projektentwicklung – technischer Aufbau – Funktion – Wirkungsprinzip -, Wirtschaftlichkeit, Motivation der Bürger*innen die Energiewende aktiv zu gestalten, Beteiligungsmöglichkeit der Bürger am Projekt.
„Sustainable Change“ Nachhaltigkeitsstrategien – RENN.west (Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West) zusammen mit Umwelt-Campus Birkenfeld
Preisverleihung des Klimaschutzpreises 2016/2017, Verein Klimaschutz in Koblenz e.V.
Für 2016/2017 wurde der Klimaschutzpreis in der Kategorie „Klimaschutz vereint“ vergeben und richtete sich an Schüler*innen, Schulklassen, Jugendgruppen und Vereine, die ein kreatives Projekt zum Klimaschutz in der Stadt Koblenz planen, durchführen oder in diesem Jahr durchgeführt haben. Im Fokus standen dabei die Themen: Verbesserung der CO2-Bilanz und Energiesparen.
Solarquiz, Probefahrten von Elektromobilität, Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. zusammen mit den „Umweltreportern der Grundschule Moselweiß“
Solarquiz beidem man Solarbausätze gewinnen kann.
Außerdem möchten wir die Elektromobilität mit Probefahrten erlebbar machen.
„Nachhaltige Mobilität: Sparen beim Fahren mit Bus und Bahn“,
Verkehrsclub Deutschland
Informationen des einzigen ökologischen Verkehrsclubs in Deutschland.
„Unterstützung von Kirchengemeinden für eine nachhaltige Entwicklung“
Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V.
Der Verein mit kirchlichen Partnern der beiden großen christlichen Konfessionen im Großraum Koblenz hat sich die Unterstützung von Kirchengemeinden beim Sparen von Energie und Kosten zum Ziel gesetzt, um damit einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.
„Nachhaltige Energie“ (Forstamt Koblenz)
Der Energieholzhänger/Stand informiert über die vielfältigen Energienutzungs-möglichkeiten von Holz. Der Nachhaltigkeitswürfel informiert über die Palette der Umweltleistungen des Waldes.
Gedenken an die Reichspogromnacht 1938
Schuld bekennen – öffentlich erinnern – Streit für den Frieden
Christlich – jüdischer Gedenkgottesdienst
jeweils 9. November um 18.30 Uhr
Stiftskirche und Synagoge Münstermaifeld
Schuld bekennen, öffentlich erinnern und sich auch streitend einsetzen für den Frieden – das sind auch fast 80 Jahre nach der Pogromnacht die Anliegen des christlich-jüdischen Gottesdienstes in Münstermaifeld, der in jedes Jahr am 9. November stattfindet. Dabei geht es auch um das, was vor den Augen und mit Wissen der Maifelder Bevölkerung jüdischen Mitbürgern hier vor Ort angetan wurde.
Es geht um Gemeinschaften, die zerschlagen wurden, damit die völkische oder Volksgemeinschaft ideologisch durchgesetzt werden konnte. Und es geht um menschliche Gemeinschaften, um Familien und Gruppen, die durch die Nazis auseinandergerissen wurden: Zerschlagene Gemeinschaften, deren Zerschlagung sich bis heute auswirkt. Ein deutlich sichtbares Zeichen dafür waren und sind zerschlagene und zerstörte Synagogen, die dem Hass 1938 zum Opfer fielen. Die renovierte Münstermaifelder Synagoge ist darum ein zentraler Ort der Veranstaltung.
Der Gottesdienst beginnt um 18.30 Uhr in der Stiftskirche. Die Teilnehmer werden von dort schweigend zu den vor der ehemaligen jüdischen Metzgerei ins Pflaster eingelassenen Stolpersteinen und dann weiter zur Synagoge gehen. Dort findet die Gedenkveranstaltung ihren Abschluss.
Alle Bürgerinnen und Bürger des Maifeld sind herzlich eingeladen. Männliche Teilnehmer werden gebeten, in der Synagoge eine Kopfbedeckung zu tragen.

Text: Bernhard Wibben, Foto: Privat
Gottesdienst zu Maria Lichtmess
Dieser ökumenische Gottesdienst ist eine kleine neue „Tradition“ auf dem Maifeld. Wir bereiten ihn in einer ökumenischen Gruppe vor, weil wir wissen, dass Ökumene von der Zusammenarbeit der Vielen an der Basis lebt.

Eine sehr alte Tradition
Wir pflegen damit eine sehr alte Tradition. An Maria Lichtmess (2.Februar) wird der Weihnachtsfestkreis feierlich abgeschlossen. Das neue Jahr beginnt. Und allen soll deutlich gemacht werden: Wir nehmen die Weihnachtsbotschaft mit in den Alltag. Der Messias Jesus ist gekommen. Gott lässt seine Botschaft “Frieden für die Welt“ unüberhörbar verkündigen. Gottes Licht scheint in der Welt.

Lichtzeichen in einer kalten Welt
In der St. Georgskapelle auf dem Polcher Friedhof, einer der ältesten Kapellen auf dem Maifeld, beginnen wir in dem nur von Kerzen erleuchteten Raum. Die mal getragenen, mal festlich und fröhlich klingenden Melodien des Blockflötenensembles „Viva la musica“ geben dem Gottesdienst seine besondere Atmosphäre.

Nach der Kerzensegnung ziehen wir in einer Prozession mit unseren Lichtern aus der Kirche hinaus in die Welt. Natürlich wissen wir, dass die „Weihnachtsstimmung“ schon lange verflogen ist. Wir sind aber der Überzeugung, dass die alte Tradition eine wichtige Bedeutung transportiert: Die weihnachtliche Friedensbotschaft muss in die Welt getragen werden. Und es ist gut, dass wir diesen Gottesdienst ökumenisch feiern. Wir freuen uns sehr, wenn viele mitfeiern.
Text Ingo Schrooten Fotos: Christian Schüler
Ökumenische Frühschichten in der Passionszeit
Einladung zur Frühschicht
Wir auf dem Maifeld haben die gute Tradition ökumenischer Frühschichten in der Passionszeit.
Kommen Sie doch auch und machen Sie mit, wenn wir in aller Frühe in der Passionszeit miteinander Gottesdienst feiern und miteinander frühstücken!
Wir treffen uns jeden Freitag in der Passionszeit um 6 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum in Polch
Nach der Andacht, um ca. 6.30 Uhr, gibt es ein gemeinsames Frühstück. Essen und Getränke stellen die Kirchengemeinden.
2017
Ich bin, weil du bist
Ökumenische Frühschicht zum Hungertuch 2017
Es gehört zum Wesen des Menschseins, Teil eines Beziehungssystems zu sein. Damit ist aber über Inhalt und Qualität menschlicher Gemeinschaften noch nichts gesagt. Das aktuelle Hungertuch des nigerianischen Künstlers Chidi Kwubiri weist uns darauf hin, wie Menschen einander näher kommen und Zukunft gestalten können. Wir können auf Augenhöhe einander begegnen. Gegenseitige Teilhabe kann unser Zusammensein bestimmen. Darin entdecken wir den Willen Gottes, so wie die Bibel ihn uns vermittelt. In den ökumenischen Frühschichten wollen wir uns mit diesen Inhalten auseinandersetzen.
Ingo Schrooten
2016
Niemand kann zwei Herren dienen.
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Mt 6,24)
Ökumenische Frühschicht zum Hungertuch 2015
Gold tötet:
Der große goldene Stein in der Bildmitte erinnert an einen Meteorit, der bald auf der Erde aufschlägt und Zerstörung bewirkt. Die Erde, unten im Bild, zeigt schon deutliche Spuren von Zerstörung: nur noch Grau ist erkennbar, das Einzige, was von der Farbigkeit von Wasser und Land, Pflanzen und Tieren, übrig geblieben ist. Und ebenso ist der Himmel,oben im Bild, nur noch grau. Die Luft ist verschmutzt. Die Gier nach Gold und Geld, nach der Verwertung von allem und jedem auf unserer Welt, hat unglaubliche Zerstörung angerichtet. Ganze Kulturen wurden ausgelöscht. Und auch aktuell ist die Gier nach Gold und Geld verantwortlich für die Verwüstung von Lebensräumen, für Krieg, Vertreibung, Ausbeutung und Armut.
Die Herrlichkeit Gottes
Das halbabstrakte Bild des chinesischen Künstlers Dao Zi lässt aber auch einen anderen Blick zu: In der christlichen Kunst dient Gold oft zur Darstellung des Heiligen. Der große goldene Stein, ein Stein des Anstoßes, der zum Eckstein wird, weist uns auf die Herrlichkeit Gottes hin, auf die Ausstrahlung des Messias Jesus, auf das Strahlen unserer Hoffnung. Gottes Versprechen, dass die Welt Heimat wird für jedes Geschöpf, dass jeder und jede das bekommt, was sie braucht, wird Wirklichkeit: „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem. Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas.“ (Off 21,1.2.18)
Ingo Schrooten
Weltgebetstag der Frauen 2017
Frau Gerechtigkeit fragt: „Was ist denn Fair?
Ökumenischer Weltgebetstag 2017 in Polch
Ein bunter Strauß Informationen und Ideen, gestaltet von einer Gruppe Frauen aus dem Maifeld, füllte den Gottesdienst und brachte den Gottesdienstbesuchern das diesjährige Gastland – die Philippinen – und seine Probleme und Stärken näher.

Eine informativ kommentierte bunte Palette von Bildern gab zunächst einen groben Einblick. Die Philippinen mit ihren 7107 Inseln sind ein Land der Gegensätze. Unberührte, exotische Natur der Korallenriffe bzw. der bis zu 2954m hohen Bergregionen stehen überbevölkerten Großstädten mit Betonwüste, Slums und riesigen Müllbergen (Smokey Mountains) gegenüber. Existentielle Bedrohung durch Wirbelstürme und zwanzig aktive Vulkane einerseits, Ausbeutung von Arbeitskraft, Korruption, Mißachtung der Frauen, andererseits, machen den Alltag zum täglichen Überlebenskampf. Und dennoch sind die Menschen dort – getragen von Spiritualität und Dagyaw, einer Form der Nachbarschaftshilfe – bewundernswert fröhlich und stark. Die auf den Philippinen gelebte Spiritualität wird auch in den melodischen und tiefsinnigen christlichen Liedern des Landes, die auch im Gottesdienst gesungen wurden, spürbar.
Mit Blick auf die politische und humane Situation auf den Philippinen trat im Gottesdienst Justizia, Frau Gerechtigkeit, erkennbar an Augenbinde und Waage, vor die Gottesdienstbesucher und erklärte: „Der Geist Gottes zerrt an meiner Augenbinde, fordert mich auf, sie abzunehmen, sehend zu werden, sehend für brodelndes Unrecht unter den Menschen. Ich lade Euch ein streift auch ihr, eure Augenbinde ab, die Euch blind macht und seht genau hin. Was ist denn fair? Lasst Euch von Gott bewegen. Traut seiner, eurer Vision von Gerechtigkeit! Handelt! Fair-ändert die Welt!“

Doch das menschliche Gerechtigkeitsempfinden stimmt nicht immer mit Gottes Vision von Gerechtigkeit überein. Dies zeigte anschließend das Gleichnis vom Weinbergbesitzer aus dem Matthäus-Evangelium. Die Geschichte vom Weinbergbesitzer, der allen Arbeiterinnen, egal wie lange sie gearbeitet hatten, den gleichen Lohn zahlte, wurde in einem pantomimischen Anspiel verdeutlicht und anschließend von den Frauen des Vorbereitungsteams kritisch ausgelegt.
Nach dem Gottesdienst war bei landestypischem Gebäck und fairem Kaffee Gelegenheit zu angeregten Gesprächen. Der Eine-Welt-Laden der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern hatte außerdem eine breite Palette fairer Produkte mitgebracht und lud zum Stöbern ein. Das Vorbereitungsteam bedankt sich bei allen, die am Weltgebetstag mitgewirkt haben und durch ihre Spende ganz konkret die Projekte des Weltgebetstags unterstützen.
Eva Wagner
Ausflug der Frauenhilfe 2023
Wir fuhren mit der Brohltahlbahn nach Engeln und haben dort einige schöne Stunden gemeinsam verbracht und gefeiert. Hier finden Sie die Bilder vom Ausflug.












Evangelische Frauenhilfe im Rheinland
Verstaubt oder nach wie vor aktuell?
Die „Frauenhilfe“ ist seit über 100 Jahren ein Verband von Christinnen, die die Interessen und Anliegen von Frauen in der Evangelischen Kirche und darüber hinaus vertreten. Überregionale Arbeitsfelder sind zum Beispiel: (vgl. www.frauenhilfe-rheinland.de/)
- Trägerin der DÜNENKLINIK Spiekeroog Evangelische MutterKindKlinik und Fachklinik für Frauengesundheit
- Fortbildungen z.B. zum Thema „Umgang mit Folgen von Gewalt“
- Kursangebote mit Schwerpunkt Migration/Integration z.B. „Leben in Deutschland – Kompaktwoche für Migrantinnen – mit Kinderbetreuung – “
- Vorbereitung des Weltgebetstag der Frauen, des Gottesdienstes zum 1. Advent und (2016 erstmalig) dreier regionaler Frauenkirchentage (siehe unten)

Frauen der ev. Frauenhilfe in Polch beim Gottesdienst „Von uns für Euch“ am 1. Advent 2017 (Foto: Christian Schüler)
Vor Ort, hier bei uns auf dem Maifeld, trifft sich eine Gruppe der „Frauenhilfe“ 14 tägig donnerstags von 14:30 bis 16:30 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum.

Mit einer kurzen Andacht beginnen wir und tauschen uns bei Kaffee und Kuchen über unseren Alltag aus. Anschließend lauschen wir anregenden Vorträgen und kommen dabei auch selbst zu Wort. Die Themen sind vielfältig. Sie reichen von theologischen (jüdisches Pfingstfest, Martin Buber,…) über kulturelle (von der Höhlenmalerei bis zum Atelier, Guatemala – ein Reisebericht, …), bis hin zu Fragen des Alltags (Barrierefreiheit, Patientenverfügung, Fachstelle für frühe Hilfen, …). Auch wenn von den Zahlen her, ein größerer Teil der Gruppe bereits über 70Jahre zählt, sind und fühlen wir uns jung. Sporadisch eingestreute Angebote wie z.B. Gedächtnistraining, Bewegen auf dem Stuhl machen allen – auch den U70 – Spaß, und sorgen dafür, dass wir nicht verstauben oder einrosten.

Im November 2016 berichtete Horst Flohr von seinen Reisen nach Guatemala, zeigte uns einen selbst zusammengestellten Film und beim nächsten Treffen Stoffe und Instrumente, die er aus Mittelamerika mitgebracht hat.


Wir durften selbst mit den Instrumenten gemeinsam zur Original-Musik musizieren
Mit einem gemeinsamen Ausflug brechen wir einmal im Jahr aus unserm Alltagstrott aus. 2016 waren wir zum „Dinieren“ und Gondelfahren am Deutschen Eck und ließen den Tag mit einer Andacht in Fraukirch bei Thür ausklingen.


Wir freuen uns, wenn „neue“ Frauen zu uns finden, gerne auch jüngere, und damit die „Frauenhilfe“ neu belebt und damit nochmals deutlich wird, „Frauenhilfe“ ist mehr als ein „Seniorenkaffee“. „Frauenhilfe“ bietet Stärke und Solidarität mit und unter Frauen.
„Frauenhilfe“ ist und bleibt aktuell!
Text und Bilder: Eva Wagner
Friedensfeste der Gemeinde
Frieden: Eine Welt ohne Waffen ist möglich
Die monatliche Friedensandacht vor dem Fliegerhorst in Büchel hatte am vergangenen Freitagnachmittag (08.04.2022) einen zusätzlichen Blickfang: Das im Sommer 2021 endgültig zerstörte Friedenskreuz der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld war neu erstellt worden. Jetzt stand es, wieder aufgestellt, vor der kleinen Gottesdienstgemeinde. Die bekannte Friedensvision aus dem 2. Kapitel des Jesajabuches bestimmte das Thema der Andacht. Jesaja war kein Phantast, aber er war in der Lage, der vorgefundenen gewalttätigen Welt eine ganz andere Welt entgegenzusetzen. Eine Welt, in der alle Völker voneinander lernen und in der es keinen Krieg mehr gibt. Sie machen miteinander gute Sachen, produzieren nützliche Dinge. Die Schwerter werden zu Pflugscharen umgeschmiedet. Keine Helden und keine Kämpfer werden gebraucht. Der kleine Berg Zion ist der Orientierungspunkt und wird als Gipfel aller Berge bezeichnet. Also nicht die Größe und die Glorifizierung der Stärke zeigen uns den Weg. Der Umgang mit den jeweils eigenen Schwächen und Verletzungen ist richtungsweisend. – Es herrschte eine besondere Athosphäre bei dieser Andacht. Im dichten April-Schneetreiben vor der verschwommenen Eifeler Bergkulisse bildeten die Regenbogen-Schirme der Teilnehmenden bunte Farbflecke. Lieder, Gebete und die Worte der Predigt formten eine Gemeinschaft, die der Vision des Jesaja vertraut: Eine friedliche Welt ohne Waffen ist möglich.
Ingo Schrooten



„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“
Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens
von Paderborn über Büchel und Ramstein nach Karlsruhe
Am 31. Juli 2022 geht’s los. Ankunft in Karlsruhe am 31. August 2022
zu Beginn der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).
Pilger und Pilgerinnen werden gesucht, die den ganzen Weg von Paderborn über Büchel und Ramstein nach Karlsruhe gehen. Sie bringen die Botschaft der 1. Vollversammlung des ÖRK in Amsterdam in 1948, „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“, zu den Kirchenvertreter*innen , die sich in Karlsruhe versammeln.
Pilger und Pilgerinnen werden gesucht, die aus unterschiedlichen christlichen Traditionen kommen. Sie werden täglich bis zu 20 Km laufen und überwiegend unter einfachen Bedingungen in Gemeindehäuser und Dorfhallen untergebracht. (Ihre Schlafsäcke und Luftmatratzen werden in einem begleitenden Fahrzeug transportiert.) Die Pilger und Pilgerinnen sollen also körperlich und psychisch belastbar sein.
Könntest du dir vorstellen, selbst diesen Weg zu gehen und dich auf diese Weise für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen? Wenn ja, schreibe bitte vor Ende April an Gordon Matthews, pax christi Diözesanverband Paderborn, E-Mail: paderborn@paxchristi.de
8. / 9. August 2019
24h – Dauergebet am Haupttor des Fliegerhorstes
24 Stunden für Frieden und gegen die allgegenwärtige Todesbedrohung durch Atomkraft: Beten, Singen. Schweigen. Gottesdienst feiern, Gedenken der Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroschima und Nagasaki und der unzähligen Menschen, die durch Atomwaffentests und Unfälle von Atomkraftwerken getötet, verstrahlt und vertrieben wurden.



Drei Gruppen unserer Gemeinde waren an der Gestaltung beteiligt, mit meditativer Flötenmusik +/- bekannter Protestlieder und kritischen Psalmübertragungen, mit unter die Haut gehenden Texten aus dem Buch „Die Wolke“ von Gudrun Pausewang, mit anklagenden Gebeten, Texten und Percussion-Intermezzi zum Thema Frieden und Bedrohung durch Massenvernichtungsmittel .
Text und Bilder: Eva Wagner
30. Juni 2019
Friedensgottesdienst unserer Gemeinde
am Haupttor des Fliegerhorstes in Büchel





Über 20 Menschen kamen trotz heißen 37°C im Schatten zusammen, um mit einem Gottesdienst ein Zeichen für den Frieden und gegen die atomare Aufrüstung zu setzen. Mit Liedern und Texten drückten wir unser Anliegen aus und brachten es vor Gott.
Auch nach dem Gottesdienst blieben wir noch bei Kaffee und Kuchen zusammen, klönten, spielten, diskutierten und tauschten uns aus. Außerdem lauschten wir Denkanstößen und Saxophonspiel, vorgetragen von Klaus Neukamp.
Text und Bilder: Eva Wagner
Friedensfest 2017






Am 27.August 2017 feierten über dreißig Menschen am Haupttor des Fliegerhorsts Büchel das zweite Friedensfest und demonstrierten so gegen Krieg und die mutmaßlich in Büchel gelagerten Atomwaffen. Zu Beginn lauschten wir – nach der Begrüßung durch Anne Klasen – Nicole Mercier aus Kalt, die uns mit ihren Liedern zum Nachdenken aufrief. Das Grillteam (Elmar Muth, Philipp Albrecht und Mika Riediger) bewachte währenddessen die Steaks und den Grillkäse.
Nach dem Essen fanden wir uns zum Gottesdienst zusammen. Anne Klasen, Susanne Albrecht und Ingo Schrooten hatten diesen vorbereitet. In seiner Predigt mahnte Ingo Schrooten, für Frieden und Abrüstung einzutreten und unsere Stimme zu erheben, und uns – wie Paulus bei der „schwierigen“ Gemeinde in Korinth – nicht durch Uneinsichtigkeit der Menschen entmutigen zu lassen.
Zum Abschluss des Gottesdienstes gingen wir hinüber zur Friedenswiese, wo seit letztem Jahr ein großes Kreuz als Friedenszeichen unserer Gemeinde steht. Dort wurde als Symbol der Buntheit des Lebens in Frieden das Kreuz mit einer bunten Blumengirlande neu behängt.
Vielen Dank an das Vorbereitungs-Team für das gelungene Fest!
Text und Bilder: Eva Wagner
Am 3. Juli 2016 hat unsere Gemeinde am Haupttor des Fliegerhorsts Büchel mit einem Friedensfest gegen Krieg und die in Büchel gelagerten Atomwaffen demonstriert. Zum Abschluss des Festes wurde ein Kreuz behängt mit Origami-Kranichen (siehe unten) als Friedenszeichen auf der Friedenswiese aufgestellt





Kraniche falten:
Origami-Kraniche sind ein Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg.

Nach alter japanischer Legende bekommt derjenige, der 1000 Origami Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt. Diese Hoffnung hatte Sadako Sasaki, die 1954 elfjährig als Folge des Atombombenabwurfes in Hiroschima (Japan) an Leukämie erkrankte. Sie und ihre Freundinnen falteten Kraniche und hofften auf Heilung.
Im Vorfeld zu dem Friedensfest haben wir sonntags nach dem Gottesdienst Kraniche gefaltet. Diese sollen ab 3.Juli an einem auf der Friedenswiese (siehe Friedensinitiative Büchel ist überall) aufgestellten Kreuz befestigt für Frieden und gegen Atomwaffen mahnen.
Unser Organist
Stephan Ring

begleitet auf der kleinen elektrischen Truhenorgel regelmäßig mit spritziger Orgelmusik unseren Gemeindegesang, übt mit der Gemeinde, wenn notwendig, neue Lieder ein und rundet mit Vor-, Nach- und Zwischenspielen die Gottesdienstfeiern ab. Bei besonderen Anlässen musizieen ab und an Stefan Ring und Musizierende von „Viva la musica“ gemeinsam, sodass der feierliche und/oder meditative Charakter des Gottesdienstes unterstrichen wird.




